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Gen-Mais MON810: Anbauverbot verlängert

Die französische Regierung hat am Samstag das Anbauverbot für den in Europa kommerziell zugelassenen gentechnisch veränderten Mais MON810 verlängert. MON810 des US-Agrarkonzerns Monsanto ist bisher die einzige Gen-Pflanze, die in der EU kommerziell angebaut werden darf. Doch der Gen-Mais ist wegen Sicherheitsbedenken bereits in zahlreichen Ländern wie Polen, Ungarn, Österreich, Schweiz und Griechenland verboten. Die Entscheidung aus Frankreich kommentiert Stephanie Toewe, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

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Das ist eine höchst erfreuliche und richtungsweisende Entscheidung für Umwelt und Verbraucher. Die französische Regierung hat sie nach Abwägung der wissenschaftlichen Fakten getroffen und den Schutz vor Gentechnik als wichtiger erachtet als die Interessen der Industrie. Das ist auch ein Signal für Deutschland und Europa.

Greenpeace fordert Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer auf, endlich zu handeln und Gentechnik aus der Landwirtschaft zu verbannen, statt sie zu fördern. Erst im Dezember 2007 erlaubte er den Verkauf der riskanten Gen-Saaten, obwohl er nur wenige Monate zuvor noch deren Gefahren anerkannt hatte. Auch versucht Seehofer ein lasches Gentechnikgesetz durchzusetzen, dass den Anbau von Gen-Pflanzen erleichtern soll.

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