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Gen-Mais macht sich vom Acker

Die Anbaufläche für Gen-Mais in Deutschland schrumpft weiter. Wie Greenpeace bei einem Blick in das noch öffentliche Anbauregister feststellte, sind jüngst in Brandenburg rund 167 Hektar Fläche wiederabgemeldet worden. Zwei der zehn Groß-Anbauer von Gen-Mais verzichten nun komplett auf den Anbau. Das betrifft die Standorte Guben und Neuholland, sagte Henning Strodthoff, Gentechnikexperte bei Greenpeace. Wir freuen uns, dass damit zwei Drittel der angemeldeten Flächen in Brandenburg wieder zurückgezogen worden sind.

Von den ursprünglich einmal in ganz Deutschland für den Anbau von Gen-Mais angemeldeten 1.100 Hektar sind damit bereits 437 Hektar wieder weggefallen, das entspricht einer Reduktion von rund 39 Prozent. Von den verbleibenden 672 Hektar werden über 80 Prozent von nur acht Gentechnik-Befürwortern bewirtschaftet, erklärt Strodthoff.

Bislang war Brandenburg das Bundesland mit den meisten Flächen für den Gen-Maisanbau, sagt Strodthoff. Nun ist es hinter Sachsen-Anhalt und vor allem Mecklenburg-Vorpommern zurückgefallen. Was besonders absurd ist, weil der Maisschädling, gegen den der Gen-Mais gewappnet sein soll, in dem nördlichen Bundesland nur ein ganz marginales Problem darstellt. (mir)

Eine Karte mit den gemeldeten Anbauflächen für Gen-Mais finden Sie auf unserer Seite: Anbau von Gen-Pflanzen.

Welche Gefahren von dem in Deutschland zugelassenen Gen-Mais (MON810) ausgehen, zeigen immer wieder wissenschaftliche Studien. Hintergrundinformationen finden Sie auf unserer Seite: Weniger Schmetterlinge durch Gen-Mais.

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