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Gen-Mais-Felder in Deutschland

Ab sofort finden Interessierte auf unserer Internetseite eine aktualisierte Karte, in der die bislang angemeldeten Gen-Mais-Felder in Deutschland ausgewiesen sind. Damit können alle auf einem Blick erkennen, ob in ihrer Region gentechnisch veränderter Mais angebaut wird. Grundlage für die Gen-Mais-Karte sind die im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Daten.

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Der Anbau von Gen-Mais wird wie in den Vorjahren auch diesmal die Ausnahme sein. Die Landwirte in Deutschland setzen mehrheitlich auf eine Landwirtschaft ohne Gen-Pflanzen, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Bis Donnerstag wurde beim BVL für das Jahr 2007 ein Fläche von 3.671 Hektar angemeldet. Der größte Teil der Anbaufläche liegt in den neuen Bundesländern.

Im vergangenen Jahr wurde allerdings nur auf rund der Hälfte der ursprünglich angemeldeten Fläche genmanipulierter Mais ausgesät. Damals wuchsen in Deutschland auf etwa 1,7 Millionen Hektar Mais. Genmanipulierter Mais machte nur einen Anteil von rund 1.000 Hektar (0,06 Prozent) der gesamten Anbaufläche aus.

Der Gen-Mais wird überwiegend von einigen wenigen landwirtschaftlichen Großbetrieben und im Sortenversuch von staatlichen Einrichtungen oder von der Gentechnikindustrie angebaut. Einmal in die Umwelt freigesetzt, sind Gen-Pflanzen nicht mehr rückholbar und stellen eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht und die menschliche Gesundheit dar. Der großflächige Anbau von Gen-Pflanzen in Nordamerika und Argentinien macht dies drastisch deutlich: höherer Pestizidverbrauch, Entstehung von Superunkräutern, Schädigung von Nützlingen, Verdrängung traditioneller Pflanzenarten und damit die Gefährdung unserer Artenvielfalt.

Bei dem in Deutschland verwendeten Gen-Mais handelt es sich um den sogenannten Bt-Mais des US-Agrarkonzerns Monsanto. Dieser ist so manipuliert, dass er ein eigenes Gift produziert, das gegen Schädlinge wie zum Beispiel den Maiszünsler tödlich wirken soll. Das Bt-Gift kann jedoch auch negative Auswirkungen auf Nützlinge wie geschützte Schmetterlingsarten, Honigbienen, Regenwürmer und sogar auf natürliche Feinde des Maiszünslers, wie die Florfliege haben.

Die Risikoprüfung, nach der der Gen-Mais eine Zulassung in der EU erlangte, entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Für den genmanipulierten Mais muss deshalb in diesem Jahr ein Wiederzulassungsverfahren beantragt werden.

Einige europäische Länder wie Ungarn, Polen, Griechenland, Österreich und die Schweiz haben den Anbau des Gen-Maises aufgrund der möglichen ökologischen Risiken verboten, sagt Brendel. Es wird Zeit, dass auch Landwirtschaftsminister Horst Seehofer aktiv wird..

Statt auf Maßnahmen der Bundesregierung zu warten, handeln inzwischen andere Menschen. In Deutschland sind bisher 76 gentechnikfreie Regionen ausgerufen worden. Auch Proteste zeigen Wirkung: Monsanto zog vergangene Woche seine Pläne für einen Versuchsacker in Nordhessen zurück. In der Region hatte sich ein Bündnis aus Bürgern, Politik und Kirche gegen den Anbau der Gen-Pflanzen eingesetzt.

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