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Gemeinsame Strategie zur Gentechnik

Vierzehn südafrikanische Staaten haben sich in Dar es Salaam, Tansania, auf gemeinsame Richtlinien im Umgang mit gentechnisch manipulierten Organismen (GMO) und Produkten geeinigt. Gentechnisch verändertes Getreide und andere Pflanzen, die als Nahrungsmittelhilfe aus dem Ausland eingeführt werden, müssen in Zukunft gemahlen oder fortpflanzungunfähig gemacht werden. Solange die Nahrungsmittel zum Zielort unterwegs sind, müssen sie klar als GMO gekennzeichnet sein. Zudem soll die Hilfe aus der Region der aus dem Ausland vorgezogen werden, entschied die Southern African Development Community (SADC) im August.

Die Richtlinien der SADC halten fest, dass die Region ein gemeinsames Politik- und Regelungssystem entwickeln soll, das sich entweder auf das Cartagena-Protokoll zur biologischen Sicherheit oder auf das African Model Law on Biosafety gründet. Letzteres gilt als weitreichender als das Cartagena-Protokoll. Es verpflichtet Staaten unter anderem, sich die Einfuhr von genmanipulierten Produkten in ein afrikanisches Land genehmigen zu lassen. Darunter fallen auch Gen-Produkte wie Tierfutter, Medizin und weiterverarbeitete Lebensmittel.

Des Weiteren einigten sich die SADC-Staaten darauf, auf nationaler Ebene Regelungen und Strategien zur Biotechnologie und zur biologischen Sicherheit zu entwickeln. Außerdem werden die Staaten aufgefordert, das Cartagena-Protokoll zu unterzeichnen. Zu den SADC-Staaten zählen Angola, Botswana, Kongo, Lesotho, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Seyschellen, Südafrika, Tansania, Swasiland, Sambia und Simbabwe. (nic)

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