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Freispruch für Papaya-Aktivisten

Ein Gerichtshof in Khon Kaen in Thailand hat am Freitag zwei Greenpeace-Aktivisten freigesprochen, die 2004 eine Aktion gegen Gen-Papaya in Thailand durchgeführt hatten. Dabei wurden aus einer staatlichen Papayazuchtstation Gen-Pflanzen und -Samen entsorgt, die sonst illegal an Farmer weitergegeben worden wären. Zu den Anklagepunkten zählten Diebstahl, Hausfriedensbruch und Zerstörung fremden Eigentums. Den beiden Aktivisten hatten Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren Dauer gedroht.

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Wir freuen uns, dass die Justiz für die Umwelt und die Meinungsfreiheit entschieden hat, sagte Patwajee Srisuwan, eine der Freigesprochenen. Diese Entscheidung gibt uns und anderen Gruppen der Zivilgesellschaft das Mandat, sich mit Nachdruck für die Umwelt einzusetzen. Besonders gegen die Gefahr durch Gen-Pflanzen in unserem Land.

Papaya zählt in Thailand zu den Grundnahrungsmitteln. Gentechnische Versuche an den Früchten sind zwar erlaubt, aber nicht deren Weitergabe. Das sieht seit 2004 ein Regierungserlass vor. Die Zuchtstation des thailändischen Landwirtschaftsministeriums hatte aber an benachbarte Papaya-Farmer in dem 370 Kilometer nordöstlich von Bangkok gelegenen Khon Kaen Gen-Saatgut verteilt. Das war zwar illegal, wurde aber nie gerichtlich verfolgt. Bekannt ist auch, dass die illegale Weitergabe von Gen-Papaya auch heute noch stattfindet.

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