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EU-Länder gemeinsam gegen Gen-Mais

21 EU-Mitgliedsländer haben sich heute den Gentechnikplänen der EU-Kommission widersetzt, den Anbau von Gen-Mais in Österreich zu erzwingen. Österreich hat ebenso wie Ungarn, Polen und Griechenland ein nationales Anbauverbot für Gen-Mais mit der Begründung erlassen, dass die Risiken nicht ausreichend erforscht seien.

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Sogar die Kommission hatte jüngt in einem eigenen Gutachten auf viele ungeklärte Risiken für Mensch, Tier und Umwelt hingewiesen. Und dennoch wollte sie das nationale Anbauverbot kippen. Doch bis auf Tschechien, Großbritannien, die Niederlande und Schweden stimmten alle EU-Länder für Österreich und gegen die Kommission.

Es ist zu begrüßen, dass die Mitgliedsstaaten und auch die Bundesregierung diesmal nicht vor der Gentechnik-Lobby eingeknickt sind. Es gibt immer mehr Hinweise auf eine Gefährdung der Umwelt durch den kommerziellen Anbau des Gen-Maises. Die EU schreibt vor, dass hier das Vorsorgeprinzip gelten muss: Der Schutz von Mensch und Umwelt geht vor. Wir fordern, dass auch in Deutschland der Anbau in 2007 jetzt ausgesetzt wird, kommentiert Greenpeace-Sprecher Christoph Then die Entscheidung.

(Autorin: Anja Franzenburg)

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