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EU-Gentechnikkonferenz endet ohne Ergebnis

Ohne eine Lösung für die drängenden Probleme des Gen-Pflanzenanbaus zu finden, ist am Donnerstag die EU-Gentechnikkonferenz in Wien zu Ende gegangen. Als wesentliches Ziel der Zusammenkunft hätte ein Weg festgelegt werden sollen, wie die weitläufige Verseuchung durch gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der EU verhindert werden kann.

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Greepeace und Friends of the Earth Europe warnten angesichts des enttäuschenden Konferenzergebnis vor der beträchtlichen Verunreinigung von Lebensmitteln und Landwirtschaft in Europa, wenn weiterhin Gen-Pflanzen angebaut werden. Aufgrund der fehlenden Risikoeinschätzungen darf der Anbau von Gen-Pflanzen nicht erlaubt werden. Eine um sich greifende Verunreinigung durch Gen-Pflanzen ist zurzeit in Spanien zu beobachten. Die EU-Kommission ist jedoch auf keinen der von uns vorgelegten Beweise für die Verunreinigungen der gentechnikfreien Felder in Spanien eingegangen, sagte Greenpeace-Gentechnikexperte Geert Ritsema.

Sollte der Anbau von Gen-Pflanzen im großem Maßstab erlaubt werden, beraubt man zugleich alle Europäer und Landwirte ihrer Freiheit zwischen ökologischer, konventioneller oder gentechnisch veränderter Ware zu wählen. Die Konferenz verfehlte ihre Ziele. Die europäische Öffentlichkeit fordert gentechnikfreie Nahrung und die EU-Kommission muss handeln, um die Bevölkerung zu schützen, sagte Helen Holder von Friends of the Earth.

(Autorin: Petra Fischer)

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