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13 Greenpeace Aktivisten festgenommen

Nach zwei Tagen Protest auf See wurden 13 Greenpeace-Aktivisten am Dienstag in Bristol in Polizeigewahrsam genommen. Die Festgenommenen hatten am vergangenen Sonntag und Montag mit vier Booten gegen den Gen-Maisfrachter MV Etoile vor der walisischen Küste protestiert. Als der Frachter am Dienstag in Bristol anlegte, kletterten zwölf Aktivisten mit Anti-Gentechnik-Bannern auf den Vordermast und hängten sich mit Seilen an das Heck des Frachters. Später wurden sie von der Polizei festgenommen.

Die in Panama registrierte MV Etoile ist mit ihren 125.000 Tonnen eins der größten Frachtschiffe der Welt. Der Frachter hat genmanipulierten Mais aus den USA geladen, der an britische Milchkühe verfüttert werden soll. Die Produkte dieser Kühe, wie Milch und Fleisch müssen nicht gekennzeichnet werden. Der Verbraucher hat so keine Möglichkeit, Gentechnik im Supermarkt zu erkennen und in seinem Essen zu vermeiden.

Die Greenpeace Aktivisten und Aktivistinnen sorgten dafür, dass die genmanipulierte Ladung Mais bislang nicht gelöscht werden konnte und fordern, dass das Schiff mit der Ladung umkehrt und zurück nach Amerika fährt.

Weltweit kämpfen Greenpeacer für gentechnikfreie Lebensmittel. So versuchten Aktivisten und Aktivistinnen im Mai in Griechenland und Italien abzuwenden, dass Frachtschiffe ihre geladene Gen-Soja an Land schaffen. Greenpeace wird auch weiterhin friedlich gegen Umweltbedrohungen, wie den Anbau von Gen-Pflanzen und dessen unkontrollierte Ausbreitung kämpfen, so die Gentechnikexpertin Ulrike Brendel von Greenpeace.

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