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Proteste am Machu Picchu

Greenpeace-Aktivisten haben in der historischen Ruinenstadt Machu Picchu in Peru protestiert. Auf Transparenten war zu lesen "Gefahr Biosprit! Schützt die Urwälder - Schützt das Klima". Mit der Aktion wiesen die Greenpeacer darauf hin, das Urwaldschutz auch Klimaschutz ist.

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Derzeit treffen sich Regierungen von Regenwaldländern wie Peru, Brasilien, Venezuela, Ecuador und Bolivien zum Lateinamerikagipfel in der peruanischen Hauptstadt Lima. Greenpeace fordert die Regierungschefs auf, Maßnahmen gegen die rasante Regenwaldzerstörung zu ergreifen.

Große Gebiete des Waldes werden abgeholzt, um Platz für Energiepflanzen und Futtermittel zu schaffen. Bei der Rodung werden enorme Mengen an CO2 freigesetzt.

Corinna Hölzel begleitet als Greenpeace-Urwaldexpertin die Verhandlungen und ist vor Ort in Lima. Zu Merkels Forderungen nach einem verantwortungsvollen Ausbau der Bioenergie sagt sie: Die Sichtweise der Kanzlerin ist naiv. Zur Erfüllung der europäischen Beimischungsquoten werden riesige Anbauflächen für Energiepflanzen benötigt.

Weiter: Urwaldzerstörung, die Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion sowie steigende Rohstoffpreise sind vorprogrammiert. Wenn Frau Merkel den Klimaschutz ernst nimmt, muss sie die deutsche Beimischungsquote sofort stoppen.

Ab Montag richtet Deutschland den UN-Biodiversitätsgipfel CBD in Bonn aus. Um effektiven Urwald- und Klimaschutz leisten zu können, fordert Greenpeace die Bundeskanzlerin auf, sich mit einer Finanzierungsinitiative von zwei Milliarden Euro pro Jahr einzusetzen.

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