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Biokraftstoffquote: unsinnig und immer noch zu hoch

Das Gesetz zur Förderung von Biokraftstoffen soll heute vom Bundestag geändert werden. Zwar hat sich das Parlament für einen geringeren Anstieg der Beimischung so genannter Biokraftstoffe zum Benzin und Diesel entschieden als ursprünglich geplant. Doch jede gesetzlich vorgeschriebene Beimischung ist umweltpolitischer Unsinn.

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Die Beimischung von Bio-Diesel und Ethanol zum normalen Diesel soll die Umwelt schonen, indem der Anteil des Treibhausgases CO2 im Abgas verringert und die Ölreserven geschont werden. Doch der Anbau von Pflanzen, aus denen der so genannte Biodiesel gewonnen wird, hat selbst erhebliche Folgen für das Klima:

Mit einheimischen Ackerpflanzen sind die erforderlichen Rohstoffmengen nicht zu erreichen, erklärt Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. Die Erhöhung der Quote auf 5,25 Prozent in diesem und auf 6,25 Prozent im nächsten Jahr kurbelt die Rodung von Regenwäldern zum Anbau der Agrosprit-Rohstoffe Soja, Ölpalmen und Zuckerrohr weiter an. Auch eine verringerte Biokraftstoffquote bleibt daher umweltpolitischer Unsinn.

Die Zerstörung der Wälder trägt mit einem Anteil von knapp 20 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes massiv zum Klimawandel bei. Mit ihrem Beschluss fördern die Regierungsparteien wie schon bei der Abwrackprämie keinen Klimaschutz, sondern betreiben allein Klientel-Politik zugunsten der Agrosprit-Branche, kritisiert Hofstetter.

Will die Bundesregierung ihre Klimaziele erreichen, sollte sie stattdessen die Dienstwagenregelung abschaffen und eine CO2-orientierte KfZ-Steuer sowie ein Tempolimit einführen, schlägt Hofstetter vor.

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