Monsantos Gen-Mais Mon 863

Studie über Fütterungsversuche an Ratten

Der Gen-Mais mit dem Kürzel MON863 des US-Agrar-Konzerns Monsanto sorgte bereits im Mai 2004 für Schlagzeilen: Die französische Zeitung Le Monde berichtete, dass Ratten, die mit MON863 – ein Mais mit eingebautem Insektengift – gefüttert wurden, deutliche Veränderungen im Blutbild und mögliche Organschäden aufwiesen. Im Januar 2006 ließ die EU-Kommission den Gen-Mais trotz aller wissenschaftlichen Kontroversen für den europäischen Markt zu.
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Jetzt veröffentlichen Greenpeace und französische Wissenschaftler die erste unabhängige Auswertung der Fütterungsversuche mit MON863. Die wissenschaftliche Studie zeigt, dass die Ratten im Fütterungsversuch mit MON863 tatsächlich an Nieren und Leber geschädigt wurden. Die Ergebnisse werden im März 2007 online im US-Journal Archives of Environmental Contamination and Toxicology veröffentlicht.

Der Fall MON863 zeigt exemplarisch das Versagen der nationalen und europäischen Sicherheitskontrollen auf. Er zeigt auch, wie die Firma Monsanto gezielt die vorhandenen Schwächen des Systems nutzt, um seine Produkt zur Marktzulassung zu bringen. Es sieht so aus, als ob Monsanto dabei auch die Gefährdung von Tier und Mensch in Kauf nimmt.

In unserer Chronologie finden Sie alles zu dem Fall MON863: von der Veröffentlichung der Fütterungsstudie von Monsanto durch die Initiative von Greenpeace über das systematische Versagen der Zulassungsbehörden bis zur Veröffentlichung der unabhängigen Auswertung durch das französische Institut CRIIGEN.

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