Fleischproduktion und Agrosprit lassen Lebensmittel knapp werden und zerstören die Umwelt

Konkurrenz auf dem Acker

Die weltweite Fläche an fruchtbarem Ackerland ist eng begrenzt. Um gute Erträge erwirtschaften zu können, sind fruchtbarer Boden, ausreichend Wasser und gute Klimabedingungen nötig. Die Bedingungen dafür sind bei uns sehr gut.

Etwa die Hälfte Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt, als Acker und als Grünland. Auf den 12 Millionen Hektar Ackerfläche werden vor allem Getreide, Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln und Raps angebaut. Die Flächennachfrage ist groß. 

Grafik: Fleischproduktion und Agrosprit sind Ursachen für knappe Lebensmittel und Urwaldzerstörung

Der Preis, den Bauern für Kauf oder Pacht von guten Flächen zahlen müssen, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen werden in Deutschland immer mehr Tiere gemästet und dafür Futter und Fläche zur Ausbringung von Gülle benötigt. Zum anderen hat der Anbau nachwachender Rohstoffe rasant an Bedeutung gewonnen. Aktuell werden etwa 20 Prozent der Ackerflächen mit Pflanzen angebaut, aus denen Biogas und Biosprit hergestellt wird.

Tierhaltung und Biomasseanbau führen dazu, dass immer mehr Getreide und andere Agrarprodukte importiert werden, weil die heimische Fläche nicht ausreicht. Wir leben weit über unsere Verhältnisse und belegen mit unserem Konsum große Flächen außerhalb Deutschlands. 

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