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Was ist rosarot und von BMW? - Ein Klimaschwein!

Der BMW X5 weiß immer durch einen charaktervollen Auftritt zu glänzen, so die BMW-Werbung. Die weniger stilvollen Seiten seines Charakters hat der Geländewagen am Montag vor der BMW-Zentrale in München präsentiert. Denn Greenpeace-Aktivisten haben die inneren Werte des BMW X5 und eines BMW der 3er-Reihe nach außen gekehrt. Herausgekommen sind Klimaschweine mit Ringelschwänzchen, Ohren und Schnauze in schweinchenrosa.

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Hinter den Fahrzeugen verdeutlichen bis zu sieben Meter hohe und neun Meter lange schwarze Stoff-Wolken den übermäßigen Kohlendioxid-Ausstoß der Autos. BMW hat ein besonders breites Angebot an spritschluckenden und klimaschädlichen Fahrzeugen. Der neue BMW X5 mit einem CO2-Ausstoß von bis zu 299 Gramm pro Kilometer ist ein richtiges Klimaschwein, sagt Marc Specowius, Verkehrsexperte von Greenpeace.

Der Kohlendioxid-Ausstoß der 2006 produzierten BMW lag im Schnitt bei 190 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer, dass entspricht rund acht Litern Benzin auf 100 Kilometer. Laut Selbstverpflichtung der europäischen Automobilindustrie dürfen Neufahrzeuge ab 2008 nur noch 140 Gramm pro Kilometer ausstoßen. Das ist nicht mehr zu erreichen.

Je schwerer das Auto, desto größer der Spritverbrauch

In Zeiten des Klimawandels sind Spritschlucker nicht zukunftsfähig. Greenpeace fordert für die Autoindustrie einen verbindlichen CO2-Grenzwert von 100 Gramm pro Kilometer bis 2012.

Spritsparende Fahrzeuge dürfen nicht länger ein Nischenprodukt sein, fordert Specowius. Vor allem bei den Verkaufsschlagern, die maßgeblich den Flottenverbrauch bestimmen, muss der Verbrauch reduziert werden.

Specowius weiter: Und das funktioniert nur, wenn nicht immer schwerere Wagen gebaut werden, die allein durch ihre Masse mehr verbrauchen. Der X5 wiegt über zwei Tonnen. Auch die deutschen Hersteller müssen akzeptieren, dass Autos in Zukunft wieder leichter werden müssen.

Die Lösung: SmILE - gibt's schon seit 1996

Die notwendige Technologie dafür ist längst bekannt und sogar umgesetzt: Das beweist Greenpeace mit seinem SmILE-Fahrzeug. Beim SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) werden Autos kompakt gebaut und mit intelligenter Technik betrieben. Sie müssen leicht und effizient sein.

Dieses technische Konzept erlaubt es, den Spritverbrauch der meisten Serienmodelle bis zur Hälfte zu reduzieren. Es funktioniert mit vorhandener Technik, ohne Mehrkosten und ohne Einbußen bei Fahreigenschaften und Sicherheit.

Das SmILE-Prinzip hat Greenpeace schon 1996 erfolgreich mit dem Umbau eines serienmäßigen Renault Twingo verwirklicht, dessen Verbrauch mit drei Litern gegenüber dem ursprünglichen Fahrzeug um 50 Prozent niedriger liegt.

Machen Sie mit. Fordern Sie Autohersteller auf, endlich zukunftsfähige Autos mit geringerem Spritverbrauch zu produzieren.

(Autorin: Anja Franzenburg)

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