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Hamburgs neuestes Klimaschwein

Greenpeace-Aktivisten haben an den Hamburger Landungsbrücken das neueste Klimaschwein gekürt. Sie erkletterten am Freitag ein Großbildplakat des neuen Mercedes-Benz Geländewagens (GLK) und persiflierten dessen Botschaft. Damit protestieren die Greenpeacer gegen die klimaschädliche Modellpolitik von Mercedes-Benz.

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Auf dem 10 mal 15 Meter großen Plakat ist der Geländewagen nun mit rosa Ohren und Schnauze zu bewundern. Passend zur Neuvorstellung des Automobilkonzerns, der seinen Luxus-GLK am Samstag deutschlandweit offiziell vorstellen will.

Trotz des Klimawandels setzt Mercedes-Benz weiter auf schwere Wagen mit einem hohen CO2-Ausstoß. Der neue GLK beispielsweise wiegt bis zu 1,8 Tonnen, verbraucht bei sparsamster Fahrweise mindestens 10,6 Liter, hat 272 PS und einen CO2-Ausstoß von 245 Gramm CO2 pro Kilometer. Der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß der gesamten Mercedes-Benz-Flotte ist auch nicht viel besser. Er lag laut Kraftfahrtbundesamt 2007 bei 184 Gramm.

Auch bei Mercedes-Benz muss man endlich einsehen, dass Spritschlucker als Aushängeschild für Autobauer ausgedient haben, sagt Marc Specowius, Verkehrsexperte von Greenpeace. Doch die Konzernspitze denkt nicht mal daran, auf kleinere, leichte und spritsparende Fahrzeuge zu setzen. Anstatt der Umwelt zu helfen und Arbeitsplätze der Zukunft zu sichern, wird geprotzt wie eh und je.

Zudem schneidet Merzedes-Benz im Vergleich mit den anderen großen deutschen Autoherstellern beim Klimaschutz am schlechtesten ab. Nur sechs seiner 251 aktuellen Modelle liegen unter dem Kohlendioxidgrenzwert, zu dem sich die europäische Autoindustrie bereits vor zehn Jahren selbst verpflichtet hat.

Danach dürfen Neuwagen Ende 2008 durchschnittlich nicht mehr als 140 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Allerdings unterschreitet Konkurrent BMW diesen Grenzwert aktuell auch nur mit 22 von 446 Modellen. Das ist zwar besser, aber auch weit von der Selbstverpflichtung der Automobilindustrie entfernt.

Ein Premium-Fahrzeug darf sich in Zeiten des Klimawandels nicht länger über Motorleistung und Masse definieren, fordert Specowius. Mercedes-Benz muss den Verbrauch seiner Autos jetzt schnell und konsequent senken. Die Technik und das Wissen darüber sind schon seit Jahren vorhanden, nur am Umsetzungswillen mangelt es nach wie vor.

Greenpeace machte es bereits vor über zehn Jahren mit dem SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) vor. Es muss bei allen Fahrzeug-Modellen das Gewicht reduziert und die Übermotorisierung beendet werden. Die heute verfügbare Spritspartechnik, wie Start-Stop-Automatik und Leichtlaufreifen, sollte künftig in alle Modelle als Grundausstattung eingebaut werden.

 

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