Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Gericht entscheidet: E$$O bleibt E$$O!

Es war ein langwieriges Hin und Her, doch jetzt ist es amtlich: Ein französisches Gericht hat am Donnerstag entschieden, dass Greenpeace zwei Dollarzeichen im Logo des Ölmultis verwenden darf. Mit der Kampagne Stop E$$O sollte vor zwei Jahren auf die Mitverantwortung des weltgrößten Ölkonzerns für Klimawandel und Umweltzerstörung aufmerksam gemacht werden.

  • /

Die Dollarzeichen im Logo des Ölmultis E$$O stehen für die Milliarden Profite, die E$$O auf Kosten von Umwelt und Klima erwirtschaftet. Das Urteil gegen E$$O ist richtungsweisend und zeigt, dass Greenpeace auch das schmierige Umfeld des Ölmultis bildlich darstellen darf. Es ist ein Erfolg für die Meinungsfreiheit, begrüßt Greenpeace Klimaaexperte Karsten Smid das Urteil.

Die Anwälte des Unternehmens wollten das Gericht davon überzeugen, dass die Dollarzeichen im Firmenlogo an die Nazirunen SS erinnerten. Eine derartige Fälschung des Logos würde den Ruf des Unternehmens gefährden. Doch die Richter haben sich nicht von den fadenscheinigen und widersprüchlichen Argumenten beeindrucken lassen. Der amerikanische Ölmulti muss lernen, dass es in Europa demokratische Spielregeln gibt. Wer einen Angriff auf die Meinungsfreiheit startet, darf sich nicht wundern, wenn er vor Gericht verliert, erklärt Smid. (Autorin: Nadine Behrens)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Bilanztricks bei der LEAG

Die Zahlen sind alarmierend: dem Lausitzer Braunkohlekonzern LEAG fehlen Milliarden für die Renaturierung. Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftsprüfer von Cordes + Partner in einer von Greenpeace beauftragten Stellungnahme.

Mehr zum Thema

Schluss mit Baggern!

Trotz Kohleausstieg rücken RWEs Kohlebagger täglich näher an den Hambacher Wald und die bedrohten Dörfer. Dabei wollen die Menschen das nicht, zeigt eine Umfrage von Greenpeace.

Läuft und läuft und läuft…

Die Uhr tickt für Verkehrsminister Scheuer. Greenpeace-Aktivisten erinnern den CSU-Politiker heute mit Bühnennebel und schmerzhaften Zahlen an seine Verantwortung fürs Klima.

Butter bei die Fische

Die Kohlekommission hat den Ausstieg aus der Kohle vorgegeben. Jetzt muss ein Gesetz her, das diesen regelt. Da die Politik zögert, stellen Umweltverbände heute einen Entwurf vor.