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CO2-treibende Raserei: Klimakiller Auto

Zwölf Prozent des Kohlendioxid(CO2)-Ausstoßes werden in Deutschland allein durch den Autoverkehr verursacht. Das sind mehrere Millionen Tonnen Treibhausgase im Jahr. Doch die Bundesregierung stellt sich stur, verweigert konsequent ein Tempolimit. Um entschieden weiter für den Klimaschutz und ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf deutschen Autobahnen zu protestieren, hat Greenpeace Mittwochmorgen den Piloten Mike Howard mit 800 gebündelten Ballons über dem Autobahnkreuz Hamburg-Maschen aufsteigen lassen.

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Knapp hundertfünfzigtausend Fahrzeuge passieren allein den Verkehrsknotenpunkt Maschener Kreuz täglich. Mit welcher Wirkung, das bleibt meistens im Verborgenen. Darum symbolisieren die schwarzen Ballons des so genannten Clusterballons mit dem Aufdruck CO2 die nicht sichtbaren Autoabgase.

Denn: Der gefährlichste Müll ist der, den wir nicht sehen, sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid vor Ort am Maschener Kreuz. Deutschland leistet sich als einziges Industrieland der Welt weiterhin unbeschränkte und CO2-treibende Raserei. Minister Tiefensee verantwortet damit mehrere Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr.

Der 41-jährige Brite Mike Howard ist einer von nur drei Clusterballon-Piloten weltweit. Er weiß was er mit den Ballonfahrten erreichen will: Der massive Ausstoß von Treibhausgasen muss endlich beendet werden. Aus diesem Grund unterstütze ich die Greenpeace-Kampange für den Klimaschutz.

Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, konsequente Maßnahmen für den Klimaschutz durchzusetzen. Das ist nötig, um das Ziel - die Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu verringern - noch zu erreichen. Besonders die Verkehrspolitik widerspricht überzeugendem Klimaschutz. Sie muss der Automobil-Industrie mit einem Tempolimit auf Autobahnen das deutliche Singnal geben, sparsamere Autos zu bauen.

Niedrigere Geschwindigkeiten ermöglichen den Einbau leichterer Motoren. Mit so einem Downsizing der Fahrzeuge könnten die CO2-Emissionen von PKW in kürzester Zeit halbiert werden. Dies hätte einen deutlich größeren Effekt als alle zurzeit diskutierten CO2-Grenzwerte für Autos.

Im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September kritisiert Smid zudem die Ankündigungen der Hersteller für umweltfreundlichere Technologien. Hinter den Öko-Slogans versteckt sich nur heiße Luft, sagt Smid. Auch die Industrie sollte endlich ihre sture Haltung gegenüber dem Tempolimit aufgeben.

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