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Aus der Traum vom giftigen Schieferöl

Das Zauberwort hieß Schieferölgewinnung, doch dieser Traum vom Boom der australischen Ölindustrie ist aus. Das Stuart Shale Oil Project der Queensland Energy Resources (QER) im Nordosten Australiens soll in den nächsten Monaten heruntergefahren werden. Es hat seit seinem Start vor rund 20 Jahren mehr als 360 Millionen australische Dollar (211 Millionen Euro) verschlungen, darunter zig Millionen aus Steuergeldern.

Die Schieferölgewinnung ist extrem energieaufwändig und umweltschädlich. Im Gegensatz zur bislang praktizierten Ölförderung wird dabei Dampf mit ungeheurem Druck in die Erde gepresst, um das im Gestein gebundene Öl zu verflüssigen. Erst dann kann der fossile Brennstoff an die Erdoberfläche befördert werden. Das so gewonnene Schieferöl erzeugt von allen fossilen Energieträgern die meisten klimaschädlichen Treibhausgase.

Greenpeace hat seit 1998 gegen das Projekt gekämpft und befand sich dabei in guter Gesellschaft. Auch in den benachbarten Gemeinden formierte sich Widerstand gegen das umweltfeindliche Vorhaben. Greenpeace-Klimaexperte Gareth Walton über die positive Entwicklung: Mit dem Stopp der Produktion ist sowohl der Umwelt als auch den Menschen der Umgebung gedient. Schieferöl ist ein Umweltalptraum. Mit dem Ende des Projekts wird es schwieriger werden, in Australien eine Schieferölindustrie aufzubauen.

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