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Greenpeace auf fünftem Kohlekraftwerk in Italien

Greenpeace-Aktivisten haben in Italien ein weiteres Kohlekraftwerk mit Beschlag belegt: Fünf Kletterer bestiegen das Kraftwerk in Civitavecchia bei Rom. Auf der Kuppel ist zu lesen: G8 STOP THIS. Civitavecchia ist das fünfte italienische Kohlekraftwerk, auf dem Greenpeacer die G8-Staaten zum Handeln für den Klimaschutz aufforderen. In L'Aquila nehmen auch die großen Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien am Treffen teil.

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Civitavecchia ist das jüngste Kohlekraftwerk Italiens und der erste Neubau seit 20 Jahren. Es ging 2009 teilweise in Betrieb. Die volle Leistung von 1980 Megawatt soll 2011 erreicht sein. Dann wird das Kraftwerk Jahr für Jahr mehr als zehn Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre blasen.

Gestern früh hatten 100 Greenpeace-Aktivisten in einer großen Aktion bereits vier italienische Kohlekraftwerke lahmgelegt. Dort haben sie auch die Nacht verbracht.

In den USA haben Greenpeace-Aktivisten gestern ein Banner am berühmten Mount Rushmore herabgelassen. Neben dem steinernen Konterfei der großen historischen US-Präsidenten forderten sie den jetzigen Präsidenten Barack Obama auf, wahre Führerschaft zu zeigen und den Klimaschutz voranzutreiben.

Der internationale Greenpeace-Protest richtet sich an die Regierungschefs der G8-Staaten, die seit gestern in L'Aquila tagen. Greenpeace fordert sie alle auf, im Klimaschutz jetzt entschieden voranzugehen, damit die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ein echter Erfolg für den Klimaschutz wird. Der Countdown für Kopenhagen läuft.

Mit einer weltweiten Kampagne bittet Greenpeace auch alle Unterstützer, sich an ihren jeweiligen Regierungschef zu wenden und glaubwürdigen Klimaschutz statt heißer Luft einzufordern.

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