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Greenpeace-Aktivisten legen vier italienische Kohlekraftwerke lahm

Pünktlich zur Ankunft der G8-Regierungschefs in L'Aquila haben 100 Greenpeace-Aktivisten vier italienische Kohlekraftwerke lahmgelegt. Sie fordern von den G8-Staaten, die in L'Aquila tagen, entschiedene Maßnahmen zum Klimaschutz.

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Die Aktivisten kamen früh am Morgen. Sie erstiegen Förderbänder, Schornsteine und Kräne von Kraftwerken an vier Standorten: Brindisi, Marghera bei Venedig, Vado Ligure bei Genua und Porto Tolle. Das Kohlekraftwerk in Brindisi ist das größte in Italien und gleichzeitig die größte CO2-Quelle des Landes. In Porto Tolle soll ein stillgelegtes ölbetriebenes Kraftwerk als angeblich sauberes Kohlekraftwerk wieder ans Netz gehen.

Politiker reden, Führungskräfte handeln, sagt Ben Stewart von Greenpeace Großbritannien, der sich ganz oben auf dem 160 Meter hohen Schornstein des Kraftwerks in Marghera befindet. Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren. Die G8-Chefs müssen den Einfluss der Kohleindustrie und anderer CO2-Verursacher stoppen und entschiedene Führungsbereitschaft beim Klimaschutz zeigen.

Stewart ist einer der Greenpeace-Aktivisten, die das britische Kohlekraftwerk Kingsnorth erklettert hatten, wegen Sachbeschädigung angeklagt und freigesprochen wurden. Das Gericht befand, dass die Aktivisten sich für den Schutz eines höheren Gutes eingesetzt hätten.

Von den G8-Staaten fordert Greenpeace: tiefe Einschnitte bei den Emissionen bis 2020, Stopp der Entwaldung, Hilfe für die Entwicklungsländer, damit diese sich vor den Folgen des Klimawandels schützen können.

Die G8 müssen die Blockade in den Klimaverhandlungen auflösen. Und sie müssen aufhören, auf den Entwicklungs- und Schwellenländern herumzuhacken, so Phil Radford, Geschäftsführer von Greenpeace USA. Sie haben jetzt die Chance, persönlich Verantwortung zu übernehmen - und zu zeigen, dass sie echte Führungspersönlichkeiten sind, nicht einfach nur Politiker, die heiße Luft produzieren.

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