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Worte allein retten das Klima nicht

Ohne großen Durchbruch beim Klimaschutz ist am Samstag die G8-Umweltministerkonferenz in Potsdam zu Ende gegangen. Laut Medienberichten war es vor allem die US-Delegation, die einen vom Gastgeber Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angestrebten Interessenausgleich bei den Belastungen für den Klimaschutz ablehnten. Das magere Ergebnis des dreitägigen Treffens kommentiert der Greenpeace-Sprecher Tobias Münchmeyer.

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Den G8-Umweltministern ist es in Potsdam nicht gelungen, ein Signal an ihre Regierungschefs zu senden, dass der Dringlichkeit des Klimawandels gerecht würde, sagt Münchmeyer. Das Handeln ist auf den G8-Gipfel in Heiligendamm verschoben worden. Quantifizierte Reduktionsziele wurden nicht einmal angedeutet.

In dem mecklenburg-vorpommerschen Badeort Heiligendamm werden sich Anfang Juni die Regierungschef der G8-Länder zu Gesprächen auf höchster Ebene treffen. Gastgeberin Angela Merkel hat angekündigt, dass das Thema Klima ganz oben auf der Agenda stehen wird. Das Ergebnis von Potsdam erhöht jetzt den Druck für einen Erfolg in Heiligendamm.

Bei generellen Leitlinien wie zum Beispiel der Erkenntnis, dass sich die Industrienationen ihrer Verantwortung für die Klimaschäden in anderen Ländern stellen müssen, herrschte unter allen Staaten abgesehen von den USA große Einigkeit, erklärt Münchmeyer. Das lässt darauf hoffen, dass diese Staaten in Heiligendamm voranschreiten und sich nicht von den USA im Klimaschutz ausbremsen lassen.

Münchmeyer gibt dem Bundesumweltminister recht, der sagte, internationale Verhandlungen gehen nur, indem man miteinander redet, redet und nochmal redet. Aber Worte allein retten uns nicht vor der Klimakatastrophe, warnt Münchmeyer.

UNEP-Generalsekretär Achim Steiner sagte unter dem Eindruck des Treffens, ein großer Wurf sei auch in Heiligendamm nicht zu erwarten, erklärt Münchmeyer. Alles andere als ein großer Wurf bedeutete aber das Scheitern der deutschen Präsidentschaft und das historische Versagen der G8.

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