Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Jugendliche aktiv im Klimaschutz

"Wir wollen keine schweren Autos!"

Seit einem halben Jahr sind jugendliche Greenpeacer unterwegs, um mit Straßenaktionen gegen die Produktion von Spritfressern zu protestieren. Im Visier stehen die klimaschädlichen Autos von Mercedes. Mit der Aktion Dein Foto gegen fette Autos schlossen sich bereits zahlreiche Jugendliche dem Protest an. Das Ergebnis des Fotoshootings in mehr als dreißig Städten ist nun auf einem Video zu sehen.

  • /

Das Video zeigt eine farbige Szenerie: Bunt geschminkte, mit Friedenzeichen versehene Gesichter; als Pinguine verkleidete Aktivisten, die ihre Scholle suchen; Bonzen, die in Bobbycars rücksichtslos über eine symbolische Erde brettern oder Ärzte bei dem Versuch, die Erde wiederzubeleben. Im Hintergrund stets präsent die rosa angemalten und mit Schweineohren versehenen Mercedes-Klimaschweine.

Die jungen Greenpeacer ermuntern andere Jugendliche, sich ihrer Forderung Wir wollen keine fetten Autos, Mercedes! anzuschließen. Mit großen Sprechblasen aus Pappe unter dem Arm ließen sich zwischen Lübeck und München schon viele Kinder und junge Frauen und Männer fotografieren.

Zu den Beweggründen sagt Victor El-Banner, einer der beteiligten Aktivisten: Es kann einfach nicht sein, dass Automobilkonzerne wie Mercedes um ihres Kapitals Willen die Zukunft der nächsten Generationen aufs Spiel setzen. Mercedes muss endlich etwas ändern - für unsere Zukunft. Und Julia Hövelmann, 17 Jahre, ergänzt:Wahrer Stil zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man dicke Autos fährt und aussieht, ob man grade eine Jungletour hinter sich hätte. Sondern dadurch, dass man das tut, was für einen selbst und den Planeten am besten ist.

Die Jugendlichen suchen auch den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen. An den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Dieter Zetsche, schrieben sie einen Brief mit der Bitte um ein Gespräch. Sie möchten ihm die auf den Straßenaktionen gesammelten Fotos und Postkarten übergeben und legen Wert darauf, von Ihnen persönlich den Standpunkt ihrer zweifelhaften Firmenpolitik erläutert zu bekommen und Ihnen unsere Besorgnis um unsere Zukunft ans Herz zu legen.

Die Aktivitäten gehen noch weiter. Wer sich an der Postkarten-Unterschriften-Aktion beteiligen möchte, kann das hier tun

Hier können Sie sich das Klimaschwein-Video anschauen:

[[{"fid":"45675","view_mode":"default","type":"media","attributes":{"height":360,"width":480,"class":"adaptive-image media-element file-default"}}]]

Weiterführende Publikationen zum Thema

Factsheet: 5 Gründe für eine VW Kampagne

Will VW seiner Klimaverantwortung gerecht werden, und vom Problem zu einem Teil der Lösung werden, muss der Konzern jetzt aufhören, weitere Verbrennungsmotoren zu entwickeln und zu verkaufen.

Mehr zum Thema

Zukunft wählen wir zusammen

Greenpeace will mit „Vote4me“ die Generationen ins Gespräch bringen. Im Interview erklärt Soziologin Gianna Martini, wie man mit Zuhören das Klima rettet.  

Die Zeit ist jetzt

Um die Klimakatastrophe zu verhindern, müssen wir jetzt handeln. Das Wahljahr hat dabei eine besondere Bedeutung. Die gute Nachricht: Es bewegt sich etwas im Klima- und Umweltschutz.

VW: Von Wegen Klimaschutz!

Greenpeace-Aktive setzten ihren Protest gegen VWs klimaschädliche Konzernstrategie fort: In über 30 Städten beklebten sie an VW-Autohäusern Diesel und Benziner mit Warnhinweisen.