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Weniger schädliche UV-Strahlung dank FCKW-Verbot

Bereits 2010 hatten Forscher von der Erholung der Ozonschicht berichtet. Nun, im März 2012, zeigt eine Studie des Atmosphären-Forschungszentrums an der Academy of Athens, dass sich dadurch auch die krebserregende UV-Strahlung am Boden verringert hat. Mit der Entwicklung der Greenfreeze-Technologie hat Greenpeace schon Anfang der 1990er-Jahre maßgeblich zur Verbannung von FCKW aus Kühlschränken beigetragen.

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Über lange Jahre wurde die Ozonschicht in 20 Kilometern über der Erde immer mehr zerstört. Das war nicht nur eine Gefahr für das natürliche Gleichgewicht, sondern auch eine direkte Bedrohung für die Menschen. Die Ozonschicht war durchlässiger und so gelangten mehr schädliche UV-Strahlen von der Sonne auf die Erde. Viele Menschen erkrankten in der Folge an Hautkrebs.

Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) waren der Grund für die dünnere Ozonschicht und das Ozonloch. Das synthetische Gas wurde vor allem als Treibsubstanz in Spraydosen und als Kältemittel verwendet. 1987 wurden FCKW im Protokoll von Montreal verboten, allerdings mit extrem langen Übergangsfristen. In vielen Kälte- oder Autoklimaanlagen wurde FCKW aber einfach weiterhin verwendet oder durch andere, ebenfalls schädliche FKW-Gase ersetzt.

Auch heute, 25 Jahre nach dem historischen Verbot der ersten FCKW durch das Montreal-Protokoll, ist kaum die Hälfte der FCKW durch andere Stoffe ersetzt, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte bei Greenpeace. Sie dürfen infolge verschiedener Ausnahmeregelungen noch Jahrzehnte eingesetzt werden.

Greenfreeze: Kühlschrank-Revolution dank neuer Kühltechnologie von Greenpeace

Greenpeace arbeitete schon 1992 mit der Firma dkk Scharfenstein/ FORON zusammen, um Prototypen des ersten FCKW- und FKW-freien Kühlschranks zu produzieren. Die Geschichte des entstandenen Greenfreeze ist eine Erfolgsgeschichte. 1993 verließ der erste Kühlschrank dieser Art das Werk. Schon kurz darauf zogen die großen Hersteller nach und stellten auch ihre Geräte auf die neue Technologie um.

Trotzdem ist das Problem der fluorierten Gase nach wie vor nicht gelöst. Noch immer kommen neue FKW- und H-FCKW Substanzen auf den Markt und werden beispielsweise in Autoklimaanlagen eingesetzt. Die chemische Industrie hat erreicht, was sie erreichen wollte, so Lohbeck. Und sie verdient weiterhin gut an diesen Substanzen, die nach wie vor in Autoklimaanlagen, Kälteanlagen etc. eingesetzt werden. Erst wenn alle FCKW aus der Luft verschwunden sind, wird die Zerstörung der Ozonschicht enden. Das wird aber noch einige Jahrzehnte dauern.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Greenfreeze und dessen Nachfolger SolarChill.

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