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Turbulenzen um CO2-Ausstoß der Autos

Soll man Fahrzeughersteller gesetzlich verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer Autos zu reduzieren oder nicht? Diese Frage erregt zurzeit die Gemüter in Brüssel und Berlin. EU-Kommissionschef Barroso ist dafür, genauso wie sein Umweltkommissar Dimas. Umweltminster Gabriel steht auf der Seite von Barroso, Wirtschaftsminister Glos zögert. Der EU-Industriekommissar Verheugen hat im Sinne der Industrie auf die Bremse getreten. Er will lieber mehr Biosprit einsetzen. Hintergrund und Gefahren dieses Hickhacks erklärt der Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck.

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Die angeblichen Klimaschützer in Washington, Brüssel und Berlin haben nun 'Biosprit' als Zauber-Elixier gegen den enormen CO2-Ausstoß der Autos und damit gegen den Klimawandel entdeckt. Praktisch, denn vor allem wollen sie ihrer jeweiligen Autoindustrie nicht auf die Füße treten. Das gemeinsame Ziel ist, den Flottenverbrauch nicht allzu drastisch zu senken und vor allem gesetzliche Vorgaben zu vermeiden. Ganz nach dem Motto Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!.

Angesichts der Konsequenzen für Mensch und Natur hält Lohbeck das für eine geradezu obszöne Strategie. Die Rohstoffe für 'Biosprit' müssen zunächst angebaut werden. In vielen Regionen der Welt wird dafür nicht nur unwiederbringlich Regenwald abgeholzt. Greenpeace hat errechnet: ein Auto, das mit 'Biosprit' fährt, nimmt 28 Menschen die Nahrung weg, da jene Flächen für den Anbau von Lebensmitteln fehlen.

Der Weg zur Rettung des Weltklimas führt nur über eine tatsächliche Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen. Die Regierungen müssen Spritfresser wie den neuen Audi Q7 verbieten, fordert Lohbeck. Künftige Autos dürfen nicht mehr als drei Liter auf 100 Kilometer verbrauchen.

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