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Taten statt Warten beim Klimaschutz!

Eine riesige Arche haben Greenpeace-Aktivisten am Montag ins Zentrum von Brüssel gebracht. Damit wollen sie die Regierungen weltweit und die Öffentlichkeit aufrufen, endlich für den Klimaschutz aktiv zu werden, solange dafür noch Zeit ist. Hintergrund der Aktion: In der belgischen Hauptstadt treffen sich seit Montag rund 2.000 Wissenschaftler, um dem Entwurf des zweiten Teils des Klimaberichts der Vereinten Nationen seine endgültige Form zu geben. Dieser Berichtsteil des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) beschreibt die drohenden Folgen des Klimawandels für die einzelnen Gebiete der Erde.

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Jeder IPCC-Report konstatiert ein größeres Risiko. Der letzte Bericht von 2001 sprach davon, dass sich möglicherweise Hunderte von Millionen Menschen in Todesgefahr wegen des Klimawandels befinden. Diese Woche werden wir neue Zahlen und ein neues Ausmaß präsentiert bekommen, aber an den grundlegenden Fakten ändert sich ja nichts. Je heißer es wird, desto größer die katastrophalen Folgen, sagt Stephanie Tunmore, Klima- und Energieexpertin von Greenpeace.

Und Tunmore warnt: Während unser Wissen und die Gewissheit über die Klimakatastrophe wächst, gibt es eigentlich keine Entschuldigungen mehr für ein Nichtstun. Wir wissen, was geschehen wird. Wir wissen, warum es geschieht und wir wissen, was wir dagegen tun müssen.

Das zeigt auch der neue Greenpeace-Bericht Energy [R]evolution: Er ist eine detaillierte Anleitung, was weltweit zu tun ist, um bis 2050 global 50 Prozent an CO2 einzusparen - bei steigendem Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum. Auch für Deutschland hat Greenpeace einen Wegweiser aus der drohenden Klimakatastrophe entwickelt.

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