Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Putin unterzeichnet Kyoto-Protokoll

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag in Moskau das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz ratifiziert. Putin unterzeichnete das Abkommen, nachdem es im Oktober von den beiden russischen Parlamentskammern gebilligt worden war. Nach Angaben des Kremls wird die Ratifizierungsurkunde demnächst der UNO übermitteln. 90 Tage später erlangt das internationale Klimaschutzabkommen dann Rechtsgültigkeit.

Mit Russland sind nun die Kriterien für das in Kraft Treten erfüllt: mindestens 55 Länder haben die Vereinbarung unterzeichnet, die zusammen mindestens 55 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verursachen. Der größte Verursacher mit einem Anteil von rund einem Viertel, die USA, bleiben dem Abkommen jedoch bislang fern.

Das Abkommen verpflichtet die Industriestaaten, ihren Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen bis 2012 um 5,2 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Aus Sicht von Greenpeace ist diese Verpflichtung viel zu gering und kommt viel zu spät. Um die globale Erwärmung zu bremsen sind noch weit radikalere Einschnitte bei den Emissionen nötig, sagt Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace. Dazu müssen wir weltweit von fossilen Energieträgern auf regenerative umsteigen. Nur Sonne, Wind und Wasser sind sicher und nahezu unbegrenzt verfügbar.

Weiterführende Publikationen zum Thema

The Price of Hesitation

How the Climate Crisis threatens Price Stability and what the ECB must do about ist.

Mehr zum Thema

Klimakrise gefährdet Preise

Extremwetter kosten und belasten so die Preisstabilität im Euro-Raum. Eine Greenpeace-Studie zeigt, was die EZB tun sollte, um trotz Klimakrise ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

Informelle Treffen

Greenpeace deckt auf: Während der Arbeit zum Kohleausstiegsgesetz gab es informelle Treffen von Ministerpräsident Armin Laschet und RWE. Für die Kohle-Lobby hat sich das gelohnt. 

Wetterextreme weltweit und ihre Folgen

Die Welt erwärmt sich, Wetterextreme nehmen weltweit an Häufigkeit und Heftigkeit zu. Das wird nicht ohne Folgen bleiben: Auch Hunger, Konflikte und Flucht werden mehr werden.