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Pazifik-Insel-Forum versagt, Entscheidung nach Kopenhagen vertagt

Am Donnerstag haben die Mitglieder des Pacific Islands Forums im australischen Cairns ihre Abschlusserklärung unterzeichnet. Während der gesamten Dauer der dreitägigigen Verhandlungen protestierten Greenpeace-Aktivisten für verbindliche Klimaschutzziele. Die getroffene Vereinbarung bleibt allerdings vage. Auch für diese Länder gilt: Bei den UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember müssen endlich verbindliche Zusagen gemacht werden.

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Von Dienstag bis Donnerstag tagten die Regierungschefs Australiens, Neuseelands und verschiedener pazifischer Inselstaaten im australischen Cairns auf dem Pacific Islands Forum. Herausgekommen ist eine Abschlusserklärung mit sehr vagen Klimaschutzzielen. Den Kongress in Cairns begleiteten Greenpeace-Aktivisten über die gesamte Verhandlungsdauer mit einer Protestaktion. Kletterer enterten in Australiens größtem Kohle-Exporthafen Hay Point Coal einen 50 Meter hohen Kohleverlader und brachten die Arbeit mit dem Gerät zum Stillstand. Ab Donnerstag unterstützte sie dabei das Greenpeace-Schiff Esperanza, indem sie vor dem Kohleverladeplatz ankerte. Der Transport der Kohle aus dem Hafen war damit unmöglich. Die Forderung der Aktivisten: Der australische Premierminister Kevin Rudd müsse eine klare Zusage geben, Australiens Hauptbeitrag zum Klimawandel zu beenden - den Kohleexport.

Australien ist der größte Kohleexporteur weltweit. Auch in Deutschland wird australische Kohle verfeuert. Dabei verursacht die Verbrennung von Kohle einen messbaren Anstieg des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre. Auch in Deutschland stehen zu viele Kohlekraftwerke. Greenpeace-Klimaexpertin Anike Peters hierzu: "Angela Merkel muss als deutsche Regierungschefin den Klimaschutz vorantreiben und für die internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember eine Führungsposition übernehmen."

Zu wenig, um die kleinen Inselstaaten vor dem Untergang zu retten. Diese haben schon heute mit der Erderwärmung und dem daraus resultierenden Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen. So zum Beispiel die Cookinseln.

In seiner Abschlusserklärung hat das Pazific Islands Forum auch auf die Verhandlungen in Kopenhagen verwiesen. Umso wichtiger, dass dort klare Vereinbarungen im Kampf gegen den Klimawandel getroffen werden. Peters fordert die deutsche Regierung auf, ihren Teil zum Erfolg beizutragen:

Das Leiden der Menschen im Pazifik und anderen Regionen, wo der Klimawandel schon heute bittere Realität ist, muss begrenzt werden. Frau Merkel muss im eigenen Land mit gutem Beispiel vorangehen und den versprochenen Reduktionszielen auch Taten folgen lassen. In ihrem Wahlprogramm versprechen CDU und CSU, bis 2020 den CO2-Ausstoß in Deutschland im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Trotzdem sind derzeit in Deutschland 29 neue Kohlekraftwerke im Bau und in Planung. Klimaschutz und der Bau neuer Kohlekraftwerke sind miteinander unvereinbar. Wenn Angela Merkel Klimaschutz zur Chefsache macht, dann muss sie den Bau neuer Kohlekraftwerke stoppen. Nur so können die Folgen des Klimawandels begrenzt werden. Mit dem Bau der 29 neuen Kraftwerke, würde es unmöglich, den CO2-Ausstoß tatsächlich entsprechend zu senken.

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