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Protest für mehr Klimaschutz in London und Prag

Parlamentariern aufs Dach gestiegen

Bei ihrer Rückkehr aus der Sommerpause fanden Großbritanniens Parlamentarier ihren Arbeitsplatz besetzt vor. 55 Greenpeace-Aktivisten waren am Vortag auf das Dach des britischen Parlaments gestiegen, um gegen die schleppenden Verhandlungen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen zu protestieren. Rund 30 von ihnen übernachteten auf dem Dach, um die Abgeordneten an ihrem ersten Arbeitstag mit Bannern und einem Manifest für mehr Klimaschutz zu begrüßen.

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Ändert die Politik, Rettet das Klima, steht auf einem Banner. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung nach der parlamentarischen Sommerpause steht heute auch die Abstimmung eines Klimaprogramms. Greenpeace hat den Abgeordneten deshalb in einem Manifest zwölf einfache Schritte aufgelistet, denen die Parlamentarier noch heute zustimmen können, um Großbritannien zügig auf einen Weg der Emissionsminderung zu bringen und Entwicklungsländer bei der Entwicklung erneuerbarer Energien zu unterstützen.

Unser Manifest sieht vor, Emissionen aus neuen Kohlekraftwerken zu verhindern, Ausbaupläne für Flughäfen zu stoppen und die Energiewende durchzuführen, sagt Anna Jones, eine der Aktivistinnen auf dem Dach.Wenn Politiker sagen, sie sind Abgeordnete geworden, um etwas zu verändern - dann ist das jetzt ihre Chance.

Auch in Prag haben Greenpeace-Aktivisten für mehr Klimaschutz protestiert. Während einer Kabinettssitzung hängten zwei Kletterer ein Banner vom Dach des Regierungsgebäudes und forderten vom Premierminister und seinem Kabinett, den weiteren Ausbau der Kohleförderung zu stoppen.

In 55 Tagen beginnt in Kopenhagen der UN-Klimagipfel. Wenn die schlimmsten Folgen der Klimaerwärmung verhindert werden sollen, muss dort ein neues internationales Klimaschutzabkommen entstehen.

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