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Mitmachen: EU muss Entwicklungsländern beim Klimaschutz helfen!

Der EU-Finanzministerrat hat am Dienstag versagt. Er hat den Entwicklungsländern keinen einzigen Euro für Klimaschutzmaßnahmen auf den Tisch gelegt. Auf dem EU-Gipfel am 19. und 20. März haben jetzt die Regierungschefs das letzte Wort. Doch Polens Regierung mauert. Bitte schreiben Sie an den polnischen Premierminister Tusk, fordern Sie Solidarität mit den Entwicklungsländern. Denn ohne Geld keine Zukunft.

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Es ist klar: Die reichen Länder - die auch Hauptverursacher des Klimawandels sind - müssen Geld zur Verfügung stellen. Nur dann können die Entwicklungsländer ihren Treibhausgasausstoß verringern und sich an die Folgen des Klimawandels anpassen. Die europäischen Regierungen wissen das, doch sie tun nichts.

Wie viel ein Land zum Rettungspaket für das Klima beitragen muss, hängt von seiner Mitverantwortung für das Problem und von der Zahlungsfähigkeit ab. Insgesamt sind bis 2020 jährlich 110 Milliarden Euro pro Jahr nötig. Auf die EU entfallen dabei 35 Milliarden Euro pro Jahr. Das entspricht 1,30 Euro in der Woche für jeden Europäer. Ungefähr so viel kostet ein kleines Glas Bier.

Doch die Finanzminister, die sich am 10. März in Brüssel getroffen haben, zaudern. Sie haben keinen einzigen öffentlichen Cent zugesagt. Stattdessen gab es leere Versprechungen auf private Investitionen, die sie weder vorhersagen noch kontrollieren können. Insbesondere die polnische Regierung beharrt auf diesen Privatinvestitionen.

Greenpeace hat deshalb eine internationale Mitmachaktion gestartet. Wir bitten auch Sie, an der Aktion teilzunehmen und an den polnischen Premierminister zu appellieren: Für Solidarität mit den Entwicklungsländern, für Klimaschutz.

Wenn es nicht gelingt, die Entwicklungsländer ins Boot zu holen, ist der Weg zu einem neuen internationalen Klimaschutzabkommen in Kopenhagen im Dezember verbaut.

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