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Mit doppeltem Spiel ist das Klima nicht zu retten

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat am Montag in Berlin seine Bilanz der Klimaschutzkonferenz in Nairobi gezogen. Dabei beklagte er, dass kein schnelleres Vorangehen der Staatengemeinschaft möglich gewesen sei und forderte, dass Klimaschutz zur Chefsache werden müsse. Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne kommentiert sein Fazit.

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Von Goerne hält Gabriel vor, ein doppeltes Spiel zu spielen: International gibt er den großen Klimaschützer, kritisiert wortgewaltig die Langsamkeit der Verhandlungen. Das ist ja auch gut so. Aber national ist nichts von Klimaschutz zu spüren. Deutschland befinde sich im klimapolitischen Rückwärtsgang.

Der industriehörige Umweltminister subventioniere über den Nationalen Allokationsplan den Neubau klimaschädlicher Braunkohlekraftwerke, sagt von Goerne. Sie weist darauf hin, dass selbst die ansonsten sehr zurückhaltende Europäische Kommission die kohlefreundliche Ausgestaltung des deutschen Allokationsplans kritisiert.

Greenpeace fordert, dem Klimaschutz endlich oberste Priorität einzuräumen. Der G8-Gipfel nächstes Jahr in Heiligendamm muss zu einem Klimakrisengipfel werden. Auch auf EU-Ebene muss Deutschland sein volles Gewicht in die Waagschale werfen und ein europäisches Reduktionsziel von 30 Prozent bis 2020 erreichen.

Von Goerne: Das Klima duldet keinen Aufschub. Deutschland muss sich zu 40 Prozent Reduktion verpflichten, ohne sich irgendwelche Hintertürchen offen zu halten. Jedes andere Ergebnis ist ein Ducken vor der Industrie.

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