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Kopenhagen vor der Demo

Das vorweihnachtliche Kopenhagen überrascht Besucher des Klimagipfels: Es fehlen die in anderen europäischen Städten saisonal so typischen Weihnachtsmärkte. Angeblich soll es ja im Tivoli einen geben. Mitten im zentral gelegenen Vergnügungspark soll es richtig weihnachtlich sein. Alle zehn Meter einen Glühweinstand und dazwischen bunte Buden mit Kunsthandwerk und Strickwaren.

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Doch in der Stadt sieht man davon nichts. Hier dominieren am Freitagabend Polizisten, partysuchende Teens und Twens, Touristen, Straßenmusiker und Klimaschützer. Fast jeder größere Platz ist zu einer Bühne geworden. Umweltschutzorganisationen fordern mehr Engagement, Künstler zeigen apokalyptische Werke und Kirchen bitten zum klimaneutralen Gebet. Kopenhagen nennt sich derzeit Hopenhagen und alle Teilnehmer eint ein Ziel: Der Gipfel muss ein Erfolg werden.

Deswegen wollen am heutigen Samstag bis zu 60.000 Menschen in Kopenhagen für mehr Klimaschutz demonstrieren. Die Kundgebung startet um 13 Uhr auf dem Platz vor dem dänischen Parlament. Eine der Eröffnungsreden hält der Geschäftsführer von Greenpeace International, Kumi Naidoo. Anschließend geht es durch die Stadt zum Ort des Gipfels. Rund 200 Greenpeace-Aktivisten sind auch dabei. Und mit ihnen Transparente, ein riesiger Schneemann und Trommeln.

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