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Kohle vor der Tür

Mit 18 Tonnen deutscher Braunkohle haben 30 Greenpeace-Aktivisten den derzeitigen EU-Ratspräsidenten Frederik Reinfeldt beglückt. Die Braunkohle wurde vor seiner Bürotür in Stockholm abgeladen. Sie soll Reinfeldt dazu auffordern, den Ankündigungen zu Beginn seiner Amtsperiode gerecht zu werden und ein positives Zeichen für die EU-Klimaverhandlungen zu setzen.

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Als Schweden im Juli 2009 die EU-Ratspräsidentschaft übernahm, erklärte Reinfeldt, die schwedische Amtsperiode solle ganz im Zeichen des Klimaschutzes stehen. 30 Aktivisten und 18 Tonnen Braunkohle vor seiner Bürotür sollen ihn nun daran erinnern. Außerdem fordern sie Reinfeldt auf, das staatseigene Energieunternehmen Vattenfall zum Ausbau Erneuerbarer Energien zu bewegen.

Vattenfall pflegt zwar im eigenen Land ein klimafreundliches Image und erzeugt in Schweden nur 1,24 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Strom. In Deutschland jedoch sind es über 980 Gramm CO2 pro Kilowattstunde, was auf die massive Verbrennung von Braunkohle zurückzuführen ist. Anstatt in Erneuerbare Energien zu investieren, baut Vattenfall die Förderung von Braunkohle seit zehn Jahren sogar aus. Braunkohle ist der schädlichste fossile Energieträger.

(Autorin: Sarah Amberger)

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