Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Knorke Klimahelden und schwimmende Banner

Auf dem Jugendpolitikfestival Projekt-P hat die Jugend deutlich gezeigt, was ihre Generation heute bewegt: Es sind nicht nur magentafarbene P's und Lieblings-Liveacts, sondern auch das brennende Thema Klimaschutz. Besonders eindrucksvoll bewiesen das rund 250 Jugendliche, die gemeinsam am Badestrand des Festivalgeländes ein wegweisendes Zeichen für den Klimaschutz setzten.

Auch aus 30 Meter Höhe konnte man den Slogan Go Solar gut erkennen. Acht der mutigen Klimahelden, stiegen sogar mit einem Banner mit der Aufschrift Das Wasser steht uns bis zum Hals in den am Festivalgelände liegenden See. Auf die Frage, ob der angekündigte Bodenfrost von einer solchen Aktion nicht abhält, antwortete die 19-Jährige Linda: Für den Klimaschutz wäre ich auch bei noch kälteren Temperaturen ins Wasser gestiegen. Denn es ist meine Generation, die die Folgen des Klimawandels ausbaden muss.

Das schwimmende Banner und die Botschaft der Menschenkette sind Teil des internationalen Jugendprojektes SolarGeneration von Greenpeace. Die Jugendlichen wollen die Politiker nachdrücklich dazu auffordern, endlich etwas für den Klimaschutz zu tun. Auch wenn der Klimawandel heute schon an der Gletscherschmelze und zunehmenden Wirbelstürmen zu spüren ist, ist das erst ein kleiner Vorgeschmack dessen, was uns droht, wenn wir nicht schnellstens das Ruder in der Energiepolitik herumreißen.

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels müssen die Politiker schneller als bisher zu konkreten Ergebnissen bei den anstehenden Klimaschutzverhandlungen kommen. In Montreal wird sich zeigen, wie ernst es die Politiker mit dem Klimaschutz meinen! sagt Jörg Feddern, Energie-Experte von Greenpeace. Bisher galten die EU und Deutschland als Vorreiter im Bemühen um die Reduktion von Treibhausgasen. Doch nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls will davon scheinbar niemand mehr etwas wissen. Nur mit Mühe konnte man sich auf ein gemeinsames Ziel bis 2020 einigen.

Wir können uns nicht auf die Versprechen der Politiker verlassen, sondern müssen selbst handeln! Werdet Klimaaktivisten und mischt euch ein - es ist eure Zukunft! (Autorinnen: Sophia Rohde, Linda John)

Publikationen

Hintergrund: Für eine Welt ohne Klimachaos

Der Klimawandel ist die größte Bedrohung der Menschheit. Wissenschaftler warnen, dass die globale Durchschnittstemperatur bis 2100 um bis zu sechs Grad steigen wird, wenn wir uns nicht ändern. Das Wettersystem, wie wir es heute kennen, würde kollabieren. Das müssen wir verhindern!

Weiterführende Publikationen zum Thema

Bilanztricks bei der LEAG

Die Zahlen sind alarmierend: dem Lausitzer Braunkohlekonzern LEAG fehlen Milliarden für die Renaturierung. Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftsprüfer von Cordes + Partner in einer von Greenpeace beauftragten Stellungnahme.

Mehr zum Thema

Gradwanderungen

Die Erderhitzung lässt sich bei 1,5 Grad stoppen, doch auch das wird die Welt verändern, so der Weltklimarat. Über dessen neuen Bericht spricht Greenpeace-Experte Christoph Thies.

Fahrplan für die Zukunft

Während die Kohlekommission darum ringt, wann welches Kraftwerk vom Netz geht, rechnet Greenpeace vor: So geht die Energiewende; auch ohne Kohle hat Deutschland immer genug Strom.

So werden Sie Waldretter

Wald oder Kohle: Das ist gerade die Frage in dem kleinen alten Waldstück Hambacher Forst. Damit RWE es nicht rodet, kann jeder ein Zeichen setzten – hier sind 10 Tipps.