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Klimawandel: Ein Eisberg im Hamburger Hafen

Am Samstag wird die Greenpeace-Eisbergtour auf der Elbe in Hamburg ihren Abschluss finden. Nach 22 Tagen und über 600 Kilometern Fahrt erreicht der bei Dresden zu Wasser gelassene Greenpeace-Eisberg den Fischmarkt im Hamburger Hafen. Die Besatzung des Eisberges lädt zwischen 13 und 17 Uhr zu einem Besuch auf die fünf Meter hohe Eisberg-Attrappe ein. Ehrenamtliche von Greenpeace informieren über den Klimawandel und Lösungen für einen besseren Klimaschutz. Für Kinder findet am Eisberg ein Malwettbewerb mit Ausstellung zum Thema Klimawandel statt.

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Anwohner der Elbe sind besonders von den immer häufigeren Extremwetterlagen betroffen.Das zeigte sich in den letzten Jahren deutlich: Große Hochwasser und ebenso drastisch ausfallende Tiefststände wechseln sich ab, sagt Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace. Genau diese Phänomene haben wir auch bei der Tour zu spüren bekommen. Bevor wir Mitte August in der Nähe von Dresden gestartet sind, beherrschten die Meldungen über den Niedrigstand in der Elbe die Schlagzeilen. Als unser Starttermin unmittelbar bevorstand, schwoll der Fluss auf einmal so stark an, dass wir gar nicht starten konnten. Das war für uns das Schlüsselerlebnis dieser Tour.

Welche Dimension der Klimawandel als Problem für die Flüsse inzwischen darstellt, macht Smid mit dem Folgendem deutlich: Die Elbe wurde im Sommer 2002 von einem sogenannten Jahrhunderthochwasser heimgesucht. Im Jahr darauf folgten extreme Tiefststände, so dass die Elbe teilweise nicht mehr schiffbar war. Anfang 2006 stieg der Wasserstand im Mittellauf dann wieder auf Jahrhundertrekordhöhe. Man sollte erwarten, dass die staatlichen Stellen darauf reagieren. Wenn man sich jedoch deren Planungen anschaut, ist diese Entwicklung nicht berücksichtigt. Der Klimawandel kommt schneller als die offiziellen Behörden dies einplanen können, erklärt Smid.

Vier Jahre nach dem Elbehochwasser vom August 2002 will Greenpeace mit dem Motto Klimaschutz statt Sandsäcke auf dringend notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz aufmerksam machen. Vor allem der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids muss verringert werden. Wir fordern daher vom Hamburger Senat, die Stromversorgung städtischer Einrichtungen auf einen kohle-, aber auch atomstromfreien Anbieter umzustellen.

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