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Klimaverhandlungen Barcelona - gescheitert

Das war's in Barcelona. Die letzten Vorverhandlungen zur Weltklimakonferenz im Dezember sind vorbei. Das äußerst magere Ergebnis geht auf das Konto der Industrieländer.

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Die Klimaverhandlungen stecken in einer tiefen Krise. Dieses Fazit zieht Klimaexperte Karsten Smid von Greenpeace. Es sei unverantwortlich, dass die USA und Europa nicht bereit seien, notwendige Pläne zur Treibhausgasreduktion anzubieten.

Um die globale Erwärmung bei zwei Grad Celsius zu stoppen, müssen die Industrieländer ihren CO2-Ausstoß um mindestens 40 Prozent senken. Die EU aber will ihre Emissionen lediglich um 20 bis 30 Prozent verringern. Für die Gruppe der Industriestaaten einschließlich USA kommen elf bis 18 Prozent heraus.

Ähnlich trübe sieht es auf anderem Gebiet aus: Die Industrieländer verweigern konkrete Finanzierungszusagen für internationale Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern.

Die Europäer und insbesondere Bundeskanzlerin Merkel müssen jetzt Führungsverantwortung zeigen, fordert Smid. Sie müssen sich den Versuchen der Amerikaner, ein erfolgreiches rechtsverbindliches Klimaabkommen in Kopenhagen zu unterlaufen und die Verhandlungen auf unbestimmte Zeit zu verlängern, entschieden entgegenstellen.

Smid kritisiert, dass ein Scheitern des Weltklimagipfels offenbar bereits einkalkuliert werde. In Barcelona war bereits von Plan B, Plan C, Plan D die Rede: politischen Deklarationen ohne Rechtsverbindlichkeit. Alles sinnlos, solange der politische Wille fehlt, meint Smid. Die Industriestaaten müssen sich für ambitionierte Ziele in Kopenhagen einsetzen. Jetzt über Alternativen zu einem internationalen rechtsverbindlichen Klimavertrag nachzudenken, ist der falsche Weg.

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