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Klimakonferenz: Bush-Rede nicht mal einen Anruf wert

Am Freitag hat US-Präsident George W. Bush auf der Klimakonferenz in Washington eine Rede zum Klimaschutz gehalten, bevor das Treffen am Abend zu Ende ging. Zu der Konferenz, die am Donnerstag startete, hatte Bush Vertreter der 16 größten Treibhausgasproduzenten weltweit in die amerikanische Hauptstadt geladen. Der Greenpeace-Klimaexperte Daniel Mittler kommentiert die Präsidentenrede.

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Da hat Bush nun so viele Staaten nach Washington an einen Tisch gebracht - nur um ihnen zu sagen, dass er nichts Neues zu sagen hat, erklärte Mittler in Washington DC. Was er zu sagen hatte, wäre nicht einmal einen Anruf wert gewesen. Er denkt immer noch, dass Daumendrücken und der Glaube an neue Technik uns retten wird. Doch können weder die Atomkraft noch die sogenannte saubere Kohle das Problem der globalen Erwärmung lösen. Und bislang haben alle Maßnahmen der US-Regierung zu nichts weiter als einem immensen Anstieg der Treibhausgasemissionen geführt. Bush spielt auf Zeit.

Der Gipfel des Präsidenten sei nur als eine Verzögerungstaktik zu bewerten, da die USA an verbindlichen Klimaschutzzielen offensichtlich nicht interessiert seien. Daher müssen alle teilnehmenden Staaten der US-Regierung klar sagen, dass wirksamer globaler Klimaschutz derzeit nur in der UN verhandelt wird und daher dort verankert sein muss, fordert Mittler. Verbindliche Reduktionsziele für den globalen CO2-Ausstoß sind zwingend notwendig - diese müssen im Dezember auf der UN-Klimakonferenz in Bali beschlossen werden.

Über den internationalen Konferenzen darf Umweltminister Gabriel nicht vergessen, dass Maßnahmen zur CO2-Reduktion auch umgesetzt werden müssen, sagte Mittler. Deutschland schafft dafür jedoch gerade schlechte Voraussetzungen. Hier werden 25 Kohlekraftwerke gebaut oder geplant, mit denen der Klimawandel angeheizt wird. Diese Projekte müssen gestoppt werden.

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