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Klimakonferenz Bonn: Verhandlungen im Schneckentempo

Die UN-Klimaverhandlungen in Bonn sind am Mittwoch zuende gegangen. Wie so oft enttäuscht das Ergebnis. Wie so oft fragen wir uns: Was muss passieren, damit die verantwortlichen Politiker auf Trab kommen?

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Die Verhandlungen seien im Schneckentempo gekrochen, berichtet Klimaexperte Karsten Smid von Greenpeace. Die Kluft zwischen der notwendigen Verringerung der Treibhausgase und der Bereitschaft der Industriestaaten zu handeln, wird immer größer. Die Ergebnisse der Konferenz stehen in krassem Widerspruch zu den immer bedrohlicheren Auswirkungen des Klimawandels, wie derzeit der Zusammenbruch des Wilkins-Schelfeises in der Antarktis.

Die Länder haben sich in den zentralen Punkten nicht geeinigt. Es gibt keine konkreten Finanzzusagen von den reichen Industrienationen an die ärmsten Länder der Welt, die schon heute an den Folgen des Klimawandels leiden. Auch die notwendigen Schritte zur Verringerung der Treibhausgase sind strittig wie nie zuvor. Es wurde kein gemeinsamer Nenner gefunden.

Die mit Spannung erwartete us-amerikanische Delegation hat sich zwar aktiv an den Verhandlungen beteiligt. Ihre Vorschläge bleiben jedoch weit hinter dem zurück, was nötig wäre. Bundeskanzlerin Angela Merkel muss jetzt zusammen mit der EU eine aktive Führungsrolle im diesjährigen Verhandlungsmarathon bis zur Klimakonferenz in Kopenhagen übernehmen, fordert Smid. Der Countdown läuft.

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