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Klimakonferenz Bonn: Schachern endet ohne großes Ergebnis

Die UN-Klimaverhandlungen in Bonn sind am Freitag beendet worden. Die Industriestaaten konnten sich lediglich auf den Vorschlag einigen, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um acht bis 15 Prozent zu vermindern. Klimawissenschaftler fordern 25 bis 40 Prozent weniger CO2, bezogen auf 1990.

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Das miserable Ergebnis zeichnete sich schon ab: Die Bonner Klimaverhandlungen haben sich im Kreis gedreht. Die führenden Industrienationen haben um jede Tonne Kohlendioxid geschachert, während die Entwicklungsländer auf Gelder für den Klimaschutz warten. Die von Japan und den USA angekündigten Reduktionsziele sind ungenügend. Europa ist wie gelähmt und ruht sich auf seinen bisher getroffenen Beschlüssen aus, sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid, der die Verhandlungen beobachtete.

Jeder Staat habe sein Eigeninteresse nach vorne gestellt und Sonderregelungen gefordert – und damit eine wichtige Chance vertan: Von Tag zu Tag schwindet so die Chance, einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern und die Temperaturerhöhung auf deutlich unter 2 Grad Celcius zu begrenzen, kritisiert Smid.

Nun sei es an der Zeit für die Staats- und Regierungschefs, den Klimaschutz selbst in die Hand zu nehmen: Für Bundeskanzlerin Angela Merkel bietet sich dafür in vier Wochen auf dem G8-Gipfel in Italien die Chance. Merkel darf nicht schweigend zusehen. Sie muss endlich die Initiative ergreifen. Nur so lassen sich die festgefahrenen Verhandlungen zum Schutz des Klimas wieder in Bewegung bringen.

Wie ein wirklich effektives Klimaabkommen aussehen kann, haben Klimaexperten führender Nichtregierungsorganisationen den Politikern in Bonn bereits vorgestellt: Der Vorschlag für ein neues Kopenhagen-Abkommen stellt den Schutz des Klimas und damit den Schutz des Planeten und seiner Bewohner ins Zentrum. Und zeigt zugleich, wie die Interessenkonflikte zwischen den wohlhabenden und den armen Nationen gelöst werden können.

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