Jetzt spenden
Hunderttausend Menschen demonstrieren in Kopenhagen für Klimaschutz. 12/12/2009
Christian Åslund / Greenpeace

Staaten hübschen alte Ziele auf

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der 31. Januar wäre der beste Termin gewesen, um nach den gescheiterten Klimaverhandlungen in Kopenhagen ein positives Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Doch diese Chance ließen viele Staaten ungenutzt verstreichen. Stattdessen wiederholen sie ihre bisherigen Zusagen. Diese sind weit davon entfernt, den Klimawandel zu bremsen. Sie bewirken einen Temperaturanstieg von über drei Grad Celsius gegenüber 1990. Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden, muss der Temperaturanstieg auf unter zwei Grad Celsius begrenzt werden.

Ein neues Papier von Greenpeace befasst sich mit den Auswirkungen der momentanen Reduktionsziele auf das Klima. Es zeigt, dass bereits die Hälfte der derzeit prognostizierten Erwärmung drastische Folgen für Mensch, Umwelt und Wirtschaft haben wird.

Die Mitgliedsstaaten haben es versäumt, Reduktionsziele zu vereinbaren, die den Klimawandel verhindern, sagt Bernhard Obermayr, Klimaexperte von Greenpeace in Zentral- und Mitteleuropa. Die Deadline zum 31.1. war nur ein zynischer PR-Gag. Er erlaubt den Regierungen, ihre bisherigen Zusicherungen zu recyceln und als effektive Aktionen zu schmücken. Das ist der Anfang des Kopenhagen-Greenwashings.

Was die Industrieländer schuldig bleiben, macht die Republik der Marshallinseln vor. Sie hat eine Reduktion ihres CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 angekündigt. Die Marshallinseln sind eine der tiefliegensten Regionen der Welt. Sie liegen lediglich zwei Meter über dem Meeresspiegel und sind akut bedroht.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Kein Recht auf Verbrenner!

Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Kläger:innen mit Ihrer Unterschrift

Klage unterstützen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Datum

Mehr zum Thema

Martin Kaiser 2022
  • 25.04.2024

Anlässlich des Petersberger Klimadialogs (der die jährliche Klimaschutzkonferenz vorbereitet), fordert Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, mehr Geld für Klimaschutz.

mehr erfahren
Greenpeace verklagt EU-Kommission wegen Taxonomie
  • 18.04.2024

Greenpeace hat vor einem Jahr gegen die EU-Taxonomie, die Investitionen in Gas- und Atomenergie als „grün“ labelt, Klage eingereicht.

mehr erfahren
Protest against Climate Protection Law - Berlin
  • 16.04.2024

Das Klimaschutzgesetz war die größte klimapolitische Errungenschaft der SPD. Nun hat die Ampel es brutal zurechtgestutzt. Die "Fortschrittskoalition" schaltet beim Klimaschutz in den Rückwärtsgang. 

mehr erfahren
Swiss Senior Women for Climate Protection verdict at ECHR
  • 09.04.2024

Die KlimaSeniorinnen Schweiz haben in Straßburg einen historischen Sieg errungen: Der Europäische Gerichtshof gab ihnen Recht, dass Klimaschutz Staatspflicht ist.

mehr erfahren
Korallen im Seringapatam-Riff, Australien
  • 12.03.2024

Die Ozeane haben bislang etwa 80 Prozent der Wärme aufgenommen, die wir dem Klimasystem zugeführt haben. Die Erwärmung reicht bis in eine Tiefe von 3.000 Metern. Das bringt die Meere aus dem Takt.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009
  • 20.02.2024

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der Tiefstand 2023: 4,3 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren