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Kanzler ohne Klimaschutzvision für 2050

Als Skelette verkleidet, sind am Freitag Greenpeace-Aktivisten vor dem Bundeskanzleramt in Wien erschienen. Sie protestierten gegen die verfehlte österreichische und deutsche Klimaschutzpolitik. Anlass war der Besuch des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder bei seinem österreichischen Kollegen.

Schröder sprach sich in Wien für eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 15 bis 30 Prozent bis 2020 aus. Damit stellte er sich hinter die Klimaschutzziele von Bundesumweltminister Trittin. Von Greenpeace nach den deutschen Zielen bis 2050 gefragt, meinte er, das sei doch sehr weit weg. Es mache wenig Sinn, jetzt schon darüber zu sprechen. Diese Position sei sowohl mit dem Umwelt- wie dem Außenminister abgesprochen.

Warum macht der Kanzler nicht Nägel mit Köpfen und setzt die Eckpfeiler für einen Klimaschutz, der wirklich nützt?, fragt Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne. 2020 sei nur die halbe Miete. Bis 2050 müssen die Industrieländer 80 Prozent ihres Kohlendioxid-Ausstoßes einsparen, wenn katastrophale Folgen des Klimawandels noch verhindert werden sollen! Die Weichen müssen jetzt gestellt werden.

Von Goerne weiter: Gerhard Schröder weiß das ebenso wie zum Beispiel Tony Blair - nur mit dem Unterschied, dass der Engländer handelt, während Deutschland wegweisende Entscheidungen wieder einmal in die Zukunft verschiebt. Damit haben wir unsere Führungsrolle im Klimaschutz aufgegeben. Technologievorsprung und Arbeitsplätze werden andere übernehmen.

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