Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Interview mit einem Pinguin

Tobias Kochmeier ist Aktivist der aktuellen Greenpeace-Aufklärungstour zum Thema Globale Erwärmung. Seit Freitag, dem 6.10.2006, ist der schwimmende Eisberg mit seinen als Pinguinen verkleideten Umweltschützern unter dem Motto: Klimaschutz statt Sandsäcke unterwegs. Als Teilnehmer dieser Aktion ist er natürlich immer auf dem neusten Stand.

  • /

Greenpeace-Online: Wie ist die Reise bislang verlaufen? Und wie erlebt ihr euren Alltag an Bord?

Tobias Kochmeier: Seit unserem Start in Frankfurt/Main sind jetzt schon eineinhalb Wochen vergangen. Am Sonntag, dem 8. Oktober, sind wir in Mainz vom Main auf den Rhein gewechselt. Insgesamt haben wir inzwischen neun verschiedene Städte angelaufen. Die meiste Zeit des Tages verbringen wir allerdings mit Bootfahren. Wir fahren mit der Strömung, haben aber, um den Schifffahrtsverkehr nicht zu beeinträchtigen und um sicher zu sein, dass nichts passieren kann, ein Schlauchboot, das uns zieht. Die Nächte verbringen wir nicht auf dem Eisberg sondern in Herbergen - es sei denn, jemand hat Lust, draußen zu schlafen, was schon vorgekommen ist.

Greenpeace-Online: Was versprecht ihr euch von der Fahrt?

Tobias Kochmeier: Ziel der Fahrt ist es, die Aufmerksamkeit der Menschen auf den Klimawandel zu lenken und ihnen die Bedeutung der globalen Erwärmung klar zu machen. Dafür laufen wir täglich eine Stadt am Main/Rhein an und stellen unsere Klimaausstellung vor. Wichtig ist uns insbesondere, über unsere Infostände mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Greenpeace-Online: Und wie reagieren die Menschen auf eure Aktion?

Tobias Kochmeier: Die Reaktionen sind eigentlich durchweg positiv. Viele Menschen wissen eigentlich schon eine ganze Menge zum Thema und sind sehr interessiert. Natürlich gibt es auch ein paar wenige, die überzeugt sind, dass eh nichts mehr zu ändern ist. Doch besonders hier ist es toll, wenn man merkt, dass man die Leute doch noch überzeugen kann, dass es nicht sinnlos ist, sich um den Schutz des Klimas zu bemühen.

Publikationen

Hintergrund: Für eine Welt ohne Klimachaos

Der Klimawandel ist die größte Bedrohung der Menschheit. Wissenschaftler warnen, dass die globale Durchschnittstemperatur bis 2100 um bis zu sechs Grad steigen wird, wenn wir uns nicht ändern. Das Wettersystem, wie wir es heute kennen, würde kollabieren. Das müssen wir verhindern!

Weiterführende Publikationen zum Thema

Vorfahrt für Klima- und Naturschutz

Klima- und Naturschutz sind die zentralen Herausforderungen der neuen Legislaturperiode. Die überfälligen Antworten auf die drängenden ökologischen Fragen muss die neue Koalition gleich für mehrere Politikfelder liefern - die Forderungen von Greenpeace an die kommenden Bundesregierung

Mehr zum Thema

Vor der Jahrhundertaufgabe

Nie gab es bei Klima- und Artenschutz so viel zu tun. Aktivist:innen erinnern die Verhandelnden der Ampelkoalition an ihre historische Verantwortung.

Klimakrise gefährdet Preise

Extremwetter kosten und belasten so die Preisstabilität im Euro-Raum. Eine Greenpeace-Studie zeigt, was die EZB tun sollte, um trotz Klimakrise ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

Informelle Treffen

Greenpeace deckt auf: Während der Arbeit zum Kohleausstiegsgesetz gab es informelle Treffen von Ministerpräsident Armin Laschet und RWE. Für die Kohle-Lobby hat sich das gelohnt.