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Herbststurm gegen zu dicke deutsche Autos

Rund 200 Greenpeace-Jugendliche aus ganz Deutschland sorgen bis zum 5. Oktober in Hannover für mächtigen politischen Gegenwind. Mit ihrem Herbststurm, dem bundesweiten Jugendtreffen von Greenpeace, setzen sie sich für unser Klima ein. Ihr Motto für das Wochenende lautet Abspecken - Erde retten! Deutsche Autos sind zu dick!. Damit unterstützen sie die aktuelle, bundesweite Klima- und Verkehrskampagne von Greenpeace.

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Die 14 bis 21 Jahre alten Umweltschützer erwartet ein buntes Programm mit Workshops und anderen spannenden Angeboten. vorbereitet haben die Jugendlichen das Treffen eigenständig. Mit einem bunten Demozug aus selbst gebastelten Fahrzeugen, kreativen Kostümen und eine frecher Brise Spaß haben die Jugendlichen am Samstag ihren Herbststurm in die Innenstadt von Hannover getragen.

An fünf Standorten weisen sie mit fetzigen Aktionen - von einer Klimamodenshow, über U-Bahn-Pinguine, bis hin zu SUV-Autopriestern - auf verschiedene Probleme des Verkehrs, aber auch auf Lösungen hin. Passanten können sich informieren und auch selber ihre Unterstützung für eine klimafreundliche Mobilität kundtun. Es werden beispielsweise Fotos gemacht, die auf die Webseite der Greenpeace-Jugend veröffentlicht werden (http://www.greenpeace-jugend.de/zufett).

Autos sind verantwortlich für Lärm, Versiegelung, Ressourcenverbrauch und Emissionen: Allein zwölf Prozent des CO2-Ausstoßes in Deutschland geht auf das Konto des Pkw-Verkehrs. Deutsche Autos sind einfach zu dick, stellt der 17jährige Richard Brand aus Köln fest.

Es ist höchste Zeit unsere Autos abzuspecken. Abzuspecken für unser Klima. Es kann doch nicht sein, dass unsere Generation immer noch vom spritarmen 3-Liter Auto träumen muss, obwohl Greenpeace mit dem SmILE-Fahrzeug vor 13 Jahren schon gezeigt hat wie es funktionieren kann, sagt Richard Brand weiter.

Auch für die 18jährige Simone Werkmeister aus Hannover steht fest: Klimaschutz und Mobilität sind kein Widerspruch, wie die Automobilindustrie immer gerne behauptet. Öffentlicher Verkehr, Fahrrad und die eigenen Füße sind gerade in Städten wie Hannover oftmals die besten Alternativen.

Ein paar kritische Worte sind von ihr auch zu hören: Die Politik fördert oftmals lieber große Straßenbauprojekte statt beispielsweise in den Öffentlichen Verkehr zu investieren. Dabei liegt unsere Zukunft in einer intakten Umwelt und nicht in immer dickeren Autos!

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