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Greenpeace gratuliert Barack Obama zum Nobelpreis

Greenpeace gratuliert US-Präsident Barack Obama zur Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises. Gleichzeitig fordern wir Obama auf, das Renommee des Preises zur Rettung des Klimas einzusetzen. Der US-Präsident wird nächste Woche zum Klimagipfel nach Kopenhagen reisen.

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YOU WON IT, NOW EARN IT, das ist die Message, die Greenpeace dem Präsidenten mit auf den Weg gibt. Im Hafen von Oslo liegt die Rainbow Warrior mit einem riesigen Banner an den Masten. In der ganzen Stadt sieht man Poster und Anzeigen, mit denen Greenpeace Obama auffordert, sich entschlossen für das Klima einzusetzen.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Ressourcen und Völkerwanderungen sind eines der größten Themen des weltweiten Friedens. Wir fordern Präsident Obama auf, sich für einen Stopp des katastrophalen Klimawandels einzusetzen. So wie es im Sinne dieses Preises ist. Ihm wurde der Nobelpreis für seine Einstellung zum Klimawandel verliehen - jetzt muss er nach Kopenhagen kommen und sich diesen Preis verdienen, sagt Kumi Naidoo, Geschäftsführer von Greenpeace International.

Die USA verhandeln zur Zeit lediglich über eine Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen von vier Prozent gegenüber 1990. Dieses Angebot liegt gefährlich weit unter dem benötigten Reduktionsziel. Wissenschaftler des Weltklimarates (IPCC) gewannen 2007 für ihre Arbeit zum Klimawandel den Nobelpreis. Sie geben ein Reduktionsziel von 25 bis 40 Prozent vor. Dieses Ziel ist nötig, um den Klimawandel aufzuhalten.

Die Klimaverhandlungen können immer noch gerettet werden. Präsident Obama, ermutigt durch die Bestätigung des Nobel-Komitees, muss der Welt verkünden, dass er einen Vertrag unterzeichnen will, der ehrgeizig, fair und rechtlich bindend ist, sagt Naidoo. Wir haben die Technologie, das Geld und die moralische Verantwortung, das zu tun. Uns fehlt lediglich der politische Wille. Obama sagt 'Yes, we can'. Wir können und wir müssen. Jetzt ist die Zeit zu handeln.

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