Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

G8 vertagt Klimaschutz auf 2050

Das G8-Treffen ist vorbei. Es hat nur unzulängliche Ergebnisse für den Klimaschutz gebracht. Die Regierungschefs der Industriestaaten überlassen den Klimaschutz zukünftigen Generationen - dann unter erschwerten Bedingungen. Greenpeace ruft die Bürger der Staaten auf, jetzt Druck von unten zu machen.

  • /

Die Chance ist verpasst: Keine mittelfristigen konkreten Zielsetzungen, um den CO2-Ausstoß zu senken; die Diskussion um finanzielle Hilfe für die Entwicklungsländer vertagt.

Während Greenpeace vorgemacht hat, wie echte Aktionen für das Klima aussehen, haben die G8-Chefs uns der Klimakatastrophe einen Schritt näher gebracht, so das Fazit von Julien Vincent von Greenpeace Australien. Sie verbergen ihren Mangel an Führungsstärke hinter hohlen Worten und leeren Gesten.

Vincent gehört zu den Greenpeace-Kletterern, die seit Mittwoch mit Aktionen an fünf italienischen Kohlekraftwerken zu effektiven Klimaschutzmaßnahmen aufgerufen haben. Jetzt, nach dem Scheitern des Treffens, ruft er die Bürger der G8-Staaten auf, jede nur denkbare friedliche Chance zu ergreifen, um ihre Regierungschefs zu strikten Klimaschutzzielen zu bewegen. Diese müssen festgelegt sein, bevor im Dezember das neue Klimaabkommen in Kopenhagen verhandelt wird.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Wann Deutschland sein Klimaziel 2020 erreicht

Maßnahmen des Klimaschutzpakets über Jahre kaum wirksam: Die Bundesregierung wird ihr öffentlich zugesichertes Klimaziel für das Jahr 2020 mindestens fünf Jahre zu spät erreichen.

Mehr zum Thema

Die Krise nutzen

Für die EU muss jetzt Klima- und Artenschutz Vorrang haben. Subventionen für die Landwirtschaft sollten gezielt an nachhaltige Betriebe fließen, fordert Agrarökonom Sebastian Lakner.

Kein Geld für Gestern!

Regierung beschließt Wirtschaftshilfen mit zu wenig Klimaschutzwirkung. Greenpeace stellt Studie vor, die berechnet, wie viele Arbeitsplätze ein grüner Neustart schaffen kann.

Frischer Wind für Windkraft

Der Windkraft-Ausbau stockt, obwohl Windenergie für die Energiewende zentral wichtig ist. Rechtsgutachten fordert, Windkraft per Gesetz ein „öffentliches Interesse“ einzuräumen.