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G8-Staatschefs haben beim Klimaschutz versagt

Staatschefs handeln - Politiker reden. Die Staatschefs der G8-Staaten haben sich in L'Aquila als pure Redenschwinger entpuppt. Sie haben uns gegenüber versagt, sie haben beim Klimaschutz versagt. Sie gehen das Risiko ein, die Welt einem fortschreitenden Klimawandel preiszugeben - mit verheerenden Folgen für Gesellschaft und Umwelt.

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Was die Regierungschefs der G8-Länder gestern in L'Aquila beschlossen haben, geht über Gemeinplätze nicht hinaus. Sie haben sich auf das geeinigt, was andere längst wollen: den Temperaturanstieg unter 2 Grad Celsius zu halten. Das war's. Ohne einen Plan anzubieten, ohne konkrete Maßnahmen zu beschließen, ohne klare Ziele zu stecken.

Die Staatschefs haben die wichtigsten Bausteine für ein historisches Abkommen in Kopenhagen im Dezember versäumt, so Greenpeace-Sprecher Tobias Münchmeyer. Keine entscheidenden mittelfristigen Ziele, keine 106 Milliarden US-Dollar für die Entwicklungsländer. Und Kopenhagen nur noch 150 Tage entfernt.

Als G8-Gruppe haben sie versagt, doch Münchmeyer sieht für die Industriestaaten noch eine Chance: Die einzelnen Länder können die derzeitige Blockade in den Verhandlungen noch aufbrechen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. September statt. Bis dahin kann jedes Land für sich angemessene Ziele für 2020 und für 2050 beschließen. Jedes Land zählt und kann uns einem rettenden Abkommen in Kopenhagen näher bringen.

Der Greenpeace-Sprecher ruft die Menschen in aller Welt auf, sich einzumischen und ihre Regierungen zum Handeln aufzufordern. Greenpeace hat weltweit eine Kampagne zum Mitmachen gestartet.

Die Uhr läuft, sagt Münchmeyer, für das Klima, für die Menschen, für die Verhandlungen. Wir können uns auf dem Gipfel des Mount Everest verabreden. Aber Seile, Bergstiefel und Sauerstoff sind noch nicht eingekauft. Es ist zu wenig da - und zu spät.

 

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