Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Europaparlament: Kein Sofort-Stopp für Treibhausgase

Entgegen der Forderung des Umweltausschusses hat sich das Europäische Parlament gegen ein sofortiges Verbot von fluorierten Kohlenwasserstoffen entschieden. Stattdessen stimmten die Parlamentarier in zwei Verordnungsentwürfen für eine schrittweise Reduzierung der schädlichen Treibhausgase in Kühlschränken, industriellen Kühlanlagen und Klimaanlagen von Häusern.

  • /

Greenpeace kritisiert das Votum des EU-Parlaments. Warum stimmt jemand gegen die Abschaffung eines schädlichen, menschengemachten Treibhausgases, wenn es bereits klimafreundliche Alternativen auf dem Markt gibt? Das Europäische Parlament hat in seiner Aufgabe versagt, im Interesse der Allgemeinheit und der Umwelt zu handeln, kritisiert Mahi Sideridou, Klimaexpertin bei Greenpeace Europa.

Diese Entscheidung bedeutet einen Rückschlag im Kampf gegen die gefährlichen Treibhausgase. Viele der Fluorkohlenwasserstoffe sind tausendmal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Das Parlament hat die Klimakrise hinter die kurzfristigen, profitgetriebenen Interessen der Chemie-Industrie gestellt, die unerbittlich darum gekämpft hat, ein Verbot dieser Treibhausgase zu untergraben, so Sideridou. (Autorin: Nadine Behrens)

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Standpauke in zwei Städten

Deutschland will Klimaschutz, schiebt die naheliegende Lösung aber auf die lange Bank. In Berlin und Köln und fordern heute darum Zehntausende: Macht endlich Schluss mit Kohle!

Es geht immer um alles

Pellworm spürt die Auswirkungen des Klimawandels. Die Backsens klagen darum mit Greenpeace und zwei weiteren Familien gegen die Bundesregierung: für das Recht auf Klimaschutz.

Regierung zur Rechenschaft

Wer trägt die Schuld an den Folgen der Erderhitzung? Rechtsanwältin Roda Verheyen erklärt, warum Greenpeace und Betroffene gegen die Bundesregierung klagen.