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Eisberg auf der Seine gesichtet

Im Herzen von Paris, wenige Schritte vom Eiffelturm entfernt, treibt ein Eisberg auf der Seine. Greenpeace-Aktivisten haben ihn aus Anlass des G8-Treffens zu Wasser gelassen. Sie forderten die Staatschefs der G8-Staaten auf, jetzt im Klimaschutz Führungsstärke zu zeigen. Mit 16 Metern Höhe und einer Grundfläche von 22 x 12 Metern erreicht der Koloss Original-Eisberggröße.

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Im italienischen L'Aquila tagt ab morgen die Gruppe der acht führenden Industriestaaten. Damit sind dort auch die Hauptverantwortlichen für den heutigen Klimawandel vereint. Greenpeace fordert die Industrieländer auf, sich ihrer historischen Verantwortung zu stellen und in den Klimaverhandlungen die Führung zu übernehmen.

Seit Jahren dümpeln die Verhandlungen dahin, während der Klimawandel immer deutlichere Formen annimmt. An Einsicht in die Faktenlage fehlt es nicht, wohl aber - wie es scheint - an Vorstellungsvermögen. Sechs Monate vor der entscheidenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen gehen Industriestaaten und Schwellenländer immer noch nicht aufeinander zu.

Den ersten Schritt müssen die Hauptverursacher der Misere tun. Das ist ein Gebot der Gerechtigkeit und Fairness. Die Entwicklungsländer warten bislang vergeblich auf ein klares Signal der Industriestaaten, sagt Karine Gavand, Klimaexpertin von Greenpeace Frankreich, ein Signal, dass sie ihren CO2-Ausstoß wirklich reduzieren und die ärmeren und verwundbarsten Länder unterstützen wollen.

Gavand fordert den französischen Ministerpräsidenten Nicolas Sarkozy auf, seinen wohltönenden Worten endlich Taten folgen zu lassen. Der Klimagipfel in Kopenhagen darf nicht zum Debakel werden.

Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise ist bis zum Herbst in der Arktis unterwegs, um die Auswirkungen des Klimawandels zu dokumentieren. An Bord sind neben Greenpeace-Experten auch internationale Wissenschaftler. Die Ergebnisse der Arktis-Expedition werden bis zur Klimakonferenz vorgelegt.

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