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Dem britischen Vize aufs Dach gestiegen

Greenpeace-Aktivisten sind am Dienstag dem britischen Vizepremierminister John Prescott aufs Dach gestiegen. Im wahrsten Sinne des Wortes: Sie schmückten sein mittelalterliches Haus in Hull mit einem fünfeinhalb Quadratmeter großen Sonnenkollektor. Damit protestierten sie gegen Prescotts doppelzüngige Klimapolitik.

Mehr als ein Viertel der britischen Treibhausgasemissionen geht auf das Konto der Privathäuser. Die Labourregierung war angetreten, diese klimaschädliche Energiebilanz um 20 Prozent zu verbessern. Doch seit in Großbritannien Wahlen anstehen, ist es um die hehren Klimaschutzziele still geworden. Kein Wunder: Den Worten sind keine Taten gefolgt.

Mister Prescott hält den Klimawandel für eine große Gefahr. Er belehrt die Welt über die Notwendigkeit, das Problem in Angriff zu nehmen, kritisiert Greenpeace-Energieexpertin Laura Yates. Aber wenn es darum geht, die eigenen Klimaschutzziele zu erreichen, hält er sein Haus nicht in Ordnung.

Auf dem Banner, das die Greenpeacer vom Haus in Hull hängen ließen, stand: Mister 2 Jags, kümmern Sie sich um Ziele, nicht um Wählerstimmen. 2 Jags ist der britische Spitzname für den klimafreundlichen Vizepremier: Er soll zwei Sportwagen Marke Jaguar besitzen.

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