Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

19-jährige Hamburgerin beim IPCC in Bangkok

Lisa Reichmann, eine Schülerin aus Hamburg, ist in Bangkok angekommen, wo sie für das Greenpeace-Jugendprojekt SolarGeneration das Treffen des UN-Klimarates (IPCC) begleiten wird. Das Gremium der Vereinten Nationen trifft sich von kommenden Montag in der thailändischen Hauptstadt. Dort wird am 4. Mai der dritte Teil des diesjährigen IPCC-Klimaberichts veröffentlicht. Vorgesehen ist auch, dass Lisa nach Kyoto/Japan weiterreist, wo sich fast zeitgleich die

  • /

Seit 2003 setzen sich Greenpeace-Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren mit dem Projekt SolarGeneration für den Klimaschutz und eine zukunftsorientierte Energiepolitik ein. Lisa ist bereits seit Beginn der SolarGeneration-Kampagne dabei. Jetzt ist sie als Beobachterin und Botschafterin der deutschen Greenpeace-Jugend beim IPCC-Treffen, um vor Ort den Politikern daran zu erinnern, dass es um die Zukunft der nachfolgenden Generationen geht.

Ich fahre nach Asien, erklärt die 19-Jährige, um bei der Vorstellung des UN-Klimaberichtes in Bangkok darauf aufmerksam zu machen, dass die Politik endlich Verantwortung für die Zukunft von uns Jugendlichen übernehmen muss! Die Politiker sollen nicht nur reden, sondern handeln: den CO2-Ausstoß drastisch verringern, und zwar weltweit! Wir Jugendlichen wollen aktiv an unserer Zukunft mitgestalten.

Zunächst einmal trifft sich Lisa jetzt mit SolarGeneration-Mitgliedern aus anderen Ländern. Jugendliche aus Indonesien, China, von den Philippinen, aus Indien, Deutschland, Frankreich und Thailand kommen in Bangkok zusammen. Sie wollen unter einander die bisher gesammelten Erfahrungen im Einsatz für den Klimaschutz austauschen.

Am kommenden Montag, wenn das Treffen der IPCC-Teilnehmer startet, wollen sie dann das Solar-Mobil der thailändischen Öffentlichkeit vorstellen. Mit dem Mobil wird exemplarisch der Gebrauch und das Potenzial von Erneuerbaren Energien vorgeführt. So verfügt es über eine kleine Windkraftanlage und Solarzellen. Am selben Tag treffen sie dann auch den Ständigen Sekretär des IPCC, Khun Chatree Chueprasit.

Auf dem weiteren Programm steht der Besuch eines sogenannten HotSpots in der Nähe von Bangkok, an dem der Klimawandel bereits jetzt deutlich sichtbar wird. Später wird Lisa nach Kyoto zum Treffen der Asian Development Bank (ADB) weiterreisen. Dort wird der Geschäftsführer von Greenpeace International, Gerd Leipold, eine Rede halten. Zusätzlich wird eine SolarGeneration-Delegation die ADB auffordern, endlich keine Kohleprojekte in Asien mehr zu förden. (Darüber werden wir gesondert berichten.)

Jugendprojekt SolarGeneration auch 2007 wieder aktiv

Natürlich sind deutsche Jugendliche auch in diesem Jahr wieder vor Ort in ihren Städten aktiv! Mit kleineren, aber nicht weniger kreativen Aktionen klären sie die Menschen in ihrer Stadt über den Klimawandel auf und versuchen immer mehr Menschen zu aktiven Klimaschützern zu machen. Klimaschutz fängt im Alltag an und wir alle können unseren Beitrag zum Erhalt einer schönen und lebenswerten Welt ohne Klimachaos leisten. Mehr dazu unter dem Link zu SolarGeneration!

Mitmachen! - Energie-Revolution jetzt!

Im Mai findet im japanischen Kyoto, also dem Geburtsort des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz, die Jahreshauptversammlung der ADB statt. Fordern Sie Karin Kortmann, die zuständige Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf, sicherzustellen, dass auch dieses Jahr der globale Klimaschutz in Kyoto einen Schritt vorankommt. Deutschland soll sich dafür einsetzen, dass die ADB keine weiteren fossilen Energieprojekte fördert, sondern 100% auf Erneuerbare und Energieeffizienz setzt. Das wäre Vorreiterschaft.

 

Schreiben Sie Frau Kortmann eine Protest-E-Mail!

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Standpauke in zwei Städten

Deutschland will Klimaschutz, schiebt die naheliegende Lösung aber auf die lange Bank. In Berlin und Köln und fordern heute darum Zehntausende: Macht endlich Schluss mit Kohle!

Es geht immer um alles

Pellworm spürt die Auswirkungen des Klimawandels. Die Backsens klagen darum mit Greenpeace und zwei weiteren Familien gegen die Bundesregierung: für das Recht auf Klimaschutz.

Regierung zur Rechenschaft

Wer trägt die Schuld an den Folgen der Erderhitzung? Rechtsanwältin Roda Verheyen erklärt, warum Greenpeace und Betroffene gegen die Bundesregierung klagen.