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Klimakonferenz endet enttäuschend

Die Klimaverhandlungen (COP) in Warschau kommen zum Ende. Bereits am Donnerstag hatte Greenpeace zusammen mit anderen Umweltschutzverbänden die Konferenz aus Protest verlassen.

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"Diese Konferenz war ein einziger Betrug. Eigentlich sollten hier weitere Schritte zum Senken der Emissionen beschlossen werden, stattdessen ist das Gegenteil passiert: Japan hat seine Ziele gesenkt, Australien beschneidet seine Klimagesetze, Brasilien präsentiert eine rasant beschleunigtes Abholzen seiner Regenwälder. Noch dazu bedroht das vollständige Versagen der Industriestaaten, ihre bestehenden Finanzierungszusagen einzuhalten, die Ärmsten der Armen", so Martin Kaiser, Leiter der Greenpeace-Delegation in Warschau.

Greenpeace hat sich aus mehreren Gründen entschlossen, diese Klimakonferenz in Warschau vorzeitig zu verlassen. Zum Einen, weil die polnische Präsidentschaft die COP schamlos benutzen wollte, um die Interessen ihrer Kohleindustrie zu verteidigen und Klimaschutzmaßnahmen in Europa und weltweit zu verzögern. Zum Anderen haben selbst unter dem Eindruck des katastrophalen Taifuns Haiyan einige Länder Entschädigungsregelungen für Klimaopfer behindert.

Viele Industriestaaten und Indien waren erneut die größten Bremser auf dieser Klimakonferenz. Zukünftig erwartet Greenpeace eine neue Führungsrolle von den Entwicklungsländern. Viele von ihnen sind inzwischen starke Spieler innerhalb der internationalen Gemeinschaft geworden - und Stärke geht einher mit Verantwortung.

"Zuhause unternimmt China große Schritte, um die Verschmutzung durch seine Kohlekraftwerke in den Griff zu bekommen und Erneuerbare Energien zu stärken. Doch das Land überführt diese Anstrengungen nicht konsequent in eine Rolle als globaler Anführer. Brasilien betont das wichtige Prinzip der historischen Verantwortung für den Klimawandel, doch das kann für niemanden eine Entschuldigung sein, nicht die Verantwortung für aktuelle und künftige Emissionen abzulehnen“, so Kaiser weiter.

In den kommenden Monaten wird Greenpeace Regierungen in aller Welt drängen, mit ernsthaften Klimaschutzzielen zum Ban Ki-Moon Gipfel im September 2014 und später zur Klimakonferenz in Lima zu reisen. Besonders von den größten Klimasündern - China, den USA und der Europäischen Union - erwartet Greenpeace konkrete Vorschläge zum Klimaschutz. Vor allem die EU muss sofort ihre schwachen Schutzziele für 2030 auf 55 Prozent anheben und endlich den am Boden liegenden Zertifikatehandel reparieren.

"Ohne globale und europäische Klimaschutzregeln verlieren die Bürger die Geduld mit schmutzigen Konzernen. Immer mehr Menschen sind bereit gegen die Kohle-, Öl- und Atomindustrie aktiv zu werden und Menschen fordern ein anderes Energiesystem. Deshalb haben unsere Aktivisten ihre Freiheit aufs Spiel gesetzt und gegen Ölbohrungen in der Arktis protestiert. Das Beispiel der Arctis 30 wird auch in Zukunft eine Inspiration für uns alle sein", so Kaiser.

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