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Klimagespräche in China: Auf Clinton wartet schon das Stundenglas

Einen Tag vor der Ankunft der US-amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton in China haben Greenpeace-Aktivisten in Beijing die amerikanische Botschaft besucht. Sie übergaben öffentlich einen Brief, in dem sie die amerikanische und die chinesische Regierung zur Kooperation im Kampf gegen den Klimawandel auffordern. Ein unübersehbares Stundenglas mit der Aufschrift "Time is running out" (Die Zeit läuft uns davon) symbolisiert die Dringlichkeit.

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Vor der Botschaft erschienen zahlreiche Medienvertreter. Der Kampagnendirektor des chinesischen Greenpeace-Büros, Sze Pang Cheung, erläuterte allen Anwesenden die einmalige historische Chance der Zusammenarbeit. Der Besuch der Botschaft stand unter kritischer Beobachtung des chinesischen Militärs und der Geheimpolizei.

Der chinesischen und der amerikanischen Regierung bietet sich jetzt die Chance, im Kampf gegen die Wirtschaftskrise und den Klimawandel gemeinsam in Führungsposition zu gehen. Die aktuelle Wirtschaftskrise eröffnet unvorhergesehene Möglichkeiten für Investitionen, die Arbeitsplätze schaffen, marode Infrastrukturen erneuern und dabei den Grundstein für eine neue Energiewirtschaft legen., so Sze Pang Cheung.

In dem Offenen Brief werden der amerikanischen Präsident Barack Obama und der chinesische Staatspräsident Hu Jintao gleichermaßen dazu aufgefordert, sich zu einem gemeinsamen Vorgehen in Hinblick auf den Klimagipfel in Kopenhagen zu verpflichten. Denn, so der dringliche Appell, am Ende des Jahres muss in Kopenhagen ein verbindlicher Plan zur Rettung des Klimas stehen. Die beteiligten Regierungen müssen ihre Aktivitäten beschleunigen, um die Emissionen der Klimagase wirksam zu senken.

Sze Pang Cheung und seine amerikanische Kollegin Lisa Finaldi sehen bereits ermutigende Anzeichen für eine Kooperation ihrer Regierungen: Wenn China und die USA die Zusammenarbeit in den Wirtschaftszweigen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien ausdehnen, wäre das ein Zukunftsmodell. Es könnte den Weg weisen, wie Energieversorgung und das Schaffen umweltverträglicher, grüner Jobs in Millionenhöhe zusammengehen, heißt es in dem Brief.

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